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Der Chemieunterricht beginnt am Dalberg-Gymnasium in der 10. Klasse und viele Schüler haben von Chemie vorher nur wenige Vorstellungen. Die geläufigste ist immer noch: "Bei Chemie knallt und stinkt es." Dies macht nur einen wenn auch manchmal sehr intensiven Teilaspekt der Chemie aus. Um den künftigen Schülern des Gymnasiums einen kleinen Einblick in die Chemie zu geben, zeigten am Informationstag für die 4. Klassen Herr Burger, Frau Melkus und Herr Stahl im Chemiesaal mehrere Vorführungen, bei denen chemische Arbeitsmethoden vorgestellt wurden und natürlich musste es dabei auch knallen.
So stellte sich heraus, dass das Tee- und Kaffeekochen Extraktionsverfahren sind und der Kaffee anschließend auch noch filtriert wird. Aus Rotwein kann man durch die Destillation reinen, farblosen Alkohol abtrennen, der tatsächlich brennt.
Ein Zauberer muss man nicht sein, um durch das Zuschütten farbloser Lösungen neue Farben zu bekommen. Ein Säure/Base-Indikator tut"s für den Chemiker genauso. Mit dem Indikator Phenolphthalein kann man auch das Blut der Seeleute während einer Seeschlacht darstellen, wenn die Schiffe aus Papier sind und die "Kanonenkugeln" aus reinem Natrium. Sobald dieses mit Wasser in Berührung kommt, zischt und dampft es, die Papierschiffchen brennen und das Wasser färbt sich fast blutrot.
Mit Emser Pastillen und etwas Spiritus kann man die Schlangen des Pharaos herbeibeschwören und mit siedendem Kaliumchlorat sogar einen echten Teufel tanzen lassen sofern dieser aus einer Gummibärentüte stammt.
Etwas komplizierter wird es schon, möchte man aus Wasser schäumendes Bier herstellen. Für den Schaum reicht ein Spülmittel, für die gelbe Farbe sind schon tiefere chemische Kenntnisse nötig. Dafür dauert es dann nur noch Sekunden.
Beendet wurde die Chemie mit einem Paukenschlag. Daher hieß es auch zur Sicherheit "Mund auf, Ohren zu!", bevor der mit Wasserstoffgas gefüllte Ballon entzündet wurde und in einem Feuerball explodierte.
Martin Stahl