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Vor 20 Jahren entschieden die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, dass Berlin die Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands werden sollte. Heftige Debatten wurden über das Für und Wider geführt. Heute ist es nahezu unverständlich, dass man ernsthaft in Erwägung gezogen hatte, Bonn als Hauptstadt zu behalten.Wenn man heute nach Bonn kommt, wie die beiden Klassen 10a und 10c mit ihren Lehrern Herrn Grob und Herrn Dr. Trageser am 13.07.2011, dann hat man es mit einer Stadt der Vergangenheit zu tun. Kein multikulturelles Hauptstadtflair wie in Berlin, aber auch keine Hektik. Dabei lebt Bonn durch das Berlin/Bonn-Gesetz durchaus gut. 22 Bundesbehörden haben ihren Sitz in der rheinischen Stadt, 18 Einrichtungen der UNO sowie 6 Ministerien. Nicht zu vergessen die 1,437 Milliarden Euro mit deren Hilfe man Bonn den schmerzlichen Verlust seines Hauptstadtstatus versüßen wollte.
Die Reise in die Vergangenheit der ersten 40 Jahre der Geschichte der BRD begann auf der Bonner Museumsmeile. Dort befindet sich das Haus der Geschichte. 1994 eröffnet, bietet das Museum einen sehr anschaulichen Überblick zur Zeitgeschichte seit 1949. Inzwischen wurde das Museum zweimal neu gestaltet. Die derzeitige Dauerausstellung wurde erst am 23. Mai 2011 von Bundespräsident Wulff eröffnet. Während eines kompetent und interessant durchgeführten Ganges durch die Sammlung wurden unter anderem Adenauers Dienstwagen, Teile der Bestuhlung des alten Deutschen Bundestages, Filme der 50er Jahre oder originale Teile der Berliner Mauer präsentiert.
Im Anschluss wurde ein Spaziergang auf dem „Weg der Demokratie“ vorbei an den steinernen Zeugnissen der Vergangenheit unternommen. Die Klassen sahen die ehemaligen Plenarsäle, den früheren Bundesrat, das Bundeskanzleramt mit Kanzlerbungalow, das Palais Schaumburg und die Villa Hammerschmidt sowie den „Langen Eugen“, das ehemalige Abgeordnetenhaus, das heute als UN-Campus genutzt wird.

Nach diesem historischen Teil der Exkursion ging es zurück in die Gegenwart. In der Innenstadt konnten sich die Schülergruppen je nach Lust und Laune weitere Sehenswürdigkeiten ansehen oder auch einfach nur durch die Stadt schlendern und diese auf sich wirken lassen.
Bonn ist heute ein lebendiges Stück der bundesdeutschen Vergangenheit, das etwas verstaubt und provinziell wirkt. Nach zwanzig Jahren kann man wohl behaupten, dass die Entscheidung für die Hauptstadt Berlin die richtige war. Bonn zeigt uns dagegen eine Zeit, in der Politik auf eine völlig andere Art und Weise gemacht wurde. Ob dies gut oder schlecht war, mag jeder für sich beurteilen. Für Einblicke in die ersten vierzig Jahre der BRD ist Bonn auf jeden Fall eine Reise wert.
Dr. Martin Trageser

Die Abgeordnete des Europäischen Parlaments, die sich in Aschaffenburg mit Schülern des EYP traf, darunter auch Schüler unserer Schule, fand sich bereit für ein Gespräch mit Schülern der 10. Jahrgangsstufe.In der großen Bibliothek stellte sie den Jugendlichen ihren Werdegang und ihre Arbeitssituation im Geflecht der europäischen Institutionen vor. Besonders deutlich machte sie die Stärkung des Europäischen Parlaments seit dem Lissabonner Vertrag. So sei nun die Gesetzesinitiative möglich und die Kommissare müssten sich den Fragen der Abgeordneten stellen. Die Abgeordnete, die für die SPD die bayerischen Regierungsbezirke Unter-, Mittel- u. Oberfranken betreut, sitzt im Plenum des Europäischen Parlaments in der Sozialistischen Fraktion neben einem Spanier und neben einer Schwedin. Sie sammelt so in der Parlamentsarbeit Erfahrungen mit der Sicht der anderen auf die Dinge. In der täglichen Zusammenarbeit könne jeder seine Schwerpunkte setzen und seine spezifischen Erfahrungen einbringen. Sie lässt nicht unerwähnt, dass Gegner des europäischen Gedankens auch Platz im Parlament genommen haben, Antieuropäer und Faschisten. So wird deutlich, dass das große Projekt der europäischen Einigung keine Selbstverständlichkeit ist.
Die Möglichkeit des anschließenden Gesprächs wird von den Schülern zaghaft wahrgenommen. Ein Grund mehr, das Interesse am europäischen Gedanken in der Schule weiter zu fördern. (H. Grob)
Zur mittlerweile festen Tradition wurde die Tagesfahrt nach Straßburg zum Besuch des Europäischen Parlaments. Am 21. Januar folgten die beiden Grundkurse Sozialkunde der 12. Jahrgangsstufe der Einladung. Sehr konzentriert wurden die Standpunkte der verschiedenen Fraktionen von ihren Vertretern vorgetragen. Eine Debatte oder eine Abstimmung fand in dieser Phase nicht statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Parlament also den Charakter eines Redeparlaments, die Redebeiträge waren für die Öffentlichkeit gedacht als charakteristische Statements der Fraktion zu einem Problem.
Zuvor hatten die Schüler die Gelegenheit mit ihrer Europaparlamentsabgeordneten, Fr. Dr. Anja Weisgerber, zu diskutieren und mit ihr ins Gespräch zu kommen.
In der Zeit, die blieb, beherrschten Umweltthemen, die auch einen Arbeitsschwerpunkt der Abgeordneten stellen, das Gespräch. Es wurde klar, in wie vielen Bereichen heute die EU in die Lebensverhältnisse der Bürger eingreift, u. a. am Beispiel der geplanten Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die sicherstellen soll, dass Verbraucher eine bewusstere Kaufentscheidung unter dem Gesichtspunkt der gesunden Ernährung treffen können.
Nach einer an europapolitischen und geschichtlichen Fragestellungen orientierten Stadtführung blieb den Schülern Zeit, die Schönheit der Europastadt Straßburg selbst zu entdecken.



Die Schüler des Leistungskurses Sk/G hatten bei einer Berlinfahrt vom 12. - 15. Juli 2009 die Möglichkeit wichtige politische und historische Stätten der Hauptstadt zu besuchen. Die Fahrt wurde unterstützt vom Büro der Abgeordneten des Deutschen Bundestages Scheel, wofür sich die Schule bedankt.Die Schüler erhielten die Möglichkeit, das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" nach einer Einführung zu besichtigen und sich mit der Ausstellung auseinanderzusetzen. Hier wie beim Besuch des Jüdischen Museums, bei der Führung durch die Freilicht-Ausstellung der Topographie des Terrors sowie bei der Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis in Potsdam konnten Aspekte des totalitären Terrors in Deutschland erarbeitet werden.
Informationsgespräche in der Heinrich-Böll-Stiftung, im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium des Innern sowie die Besichtigung des Plenarsaals und ein Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments verdeutlichten die Beiträge wichtiger Institutionen zum politischen Prozess in der Bundesrepublik.
Eine längere Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt, die an politischen
Gesichtspunkten orientiert war, rundete den politsch-historischen Blick auf die Stadt ab.
Und hier ein paar Eindrücke:
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Am Freitag, den 8. Mai 2009, stattete Frau Dr. Anja Weisgerber MdEP dem Gk Sozialkunde und dem Lk Sozialkunde/Geschichte einen Gegenbesuch ab, da diese sie bereits im März in Straßburg im Europaparlament besucht haben.Nach der Begrüßung stellte Frau Dr. Weisgerber die Geschichte der EU von den Anfängen der europäischen Zusammenarbeit bis zum Vertrag von Lissabon (2007), die Vorteile der EU für die jüngere Generation, wie die Förderprogramme, die Vorteile der EU für alle Bürger, z.B. die Handlungsfähigkeit bei grenzüberschreitenden Problemen, und die Institutionen der EU vor. Gegen Ende der Präsentation erzählte Frau Dr. Anja Weisgerber über ihre Arbeit in der EU, welche die Politikbereiche Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beinhaltet, und ihre Person.
Daraufhin konnten die Schüler ihr Fragen über ihre Arbeit, die EU und ihre Person stellen.
Die ersten Fragen bezogen sich auf die anstehenden Europawahlen im Juni. Zuerst wurde gefragt, wieso sich die EU-Bürger nicht für die Europawahlen interessieren. Frau Dr. Weisgerber meinte daraufhin, dass das Interesse bei den jungen Leuten sehr hoch sei, genau wie bei der älteren Generation, jedoch sei die mittlere Generation der EU gegenüber eher skeptisch gestimmt. Auch die Medien spielten hier eine wichtige Rolle, so Dr. Weisgerber. Sie sollten ausführlicher und ansprechender über die EU und ihre Leistungen berichten. Die Wahlbeteiligung von 43% soll auf jeden Fall gehalten und im optimalen Fall erhöht werden. Des Weiteren wünscht sich Frau Dr. Weisgerber Persönlichkeitswahlen.
Anschließend sprach ein Schüler die Gefahr der Direktwahlen an, da die Wähler etwas über den Direktkandidaten wissen müssten, um diesen wählen zu können. Die Lösung dieses Problems liege laut Frau Dr. Weisgerber darin, dass die Kandidaten in Zeitungen und anderen Medien, wie z.B. persönliche Flyer, vorgestellt werden müssten.
Diese Fragen zeigen, dass sich die Schüler für die EU und speziell für die Europawahlen interessieren.
Als Nächstes wurden Fragen über die EU im Allgemeinen gestellt, z.B. wie die EU die Probleme mit dem Stabilitätspakt, gegen den schon Länder wie Frankreich, Deutschland und Griechenland verstoßen haben, lösen wolle. Werde er aufgelöst? Frau Dr. Weisgerber erklärte, dass die EU den Stabilitätspakt auf keinen Fall auflösen werde, da es ohne diesen keinen stabilen Euro geben würde. Die Länder, die gegen den Stabilitätspakt verstoßen haben, sollten unterstützt werden, jedoch solle auf Einhaltung bestanden werden.
Die nächsten Fragen befassten sich mit der Person Dr. Anja Weisgerber und wie sie angefangen hat, sich politisch zu betätigen. Frau Dr. Weisgerber fing mit 18 an, sich zu beteiligen, indem sie Mitglied der Jungen Union wurde, ca. zwei Jahre später trat sie dann der CSU bei.
Nach der angeregten Diskussion verabschiedete sich die Abgeordnete, da sie – ein typisches Beispiel für ihren vollen Terminkalender – ihren nächsten Programmpunkt in der Redaktion des Main-Echo abarbeiten musste.
Annalena Eichler, K12
Am Europatag hatten die Schüler des Gymnasiums die Möglichkeit mit einem hochrangigen Vertreter der EU-Kommission zu sprechen. Herr Prof. Dr. Maurer arbeitet für die Generaldirektion Umwelt und ist dort dafür zuständig, Vertragsverletzungsverfahren (Bereich „Abfall“) auf den Weg zu bringen.Der Referent erläuterte auf witzige und die Schüler der 10. Jahrgangsstufe sowie der Sozialkundekurse der 13. Jahrgangsstufe ansprechende Weise das komplizierte Gemeinschaftsrecht der EU, wobei ihm sicher seine langjährige Erfahrung als Lehrender an einer Hochschule zugutekam.
Vom Europäischen Vertrag bis zum sekundären Gemeinschaftsrecht in der Form der Richtlinien und Verordnungen wurde das Recht der EU vorgestellt; die Praxis wurde dem gegenüber gestellt.
Die nationale Umsetzung der Richtlinien sei dann der wahre „Schrecken“. Oft werden gute Vereinbarungen der EU in manchen Ländern nur nachlässig umgesetzt. Hier müssen Mahnschreiben helfen, die gute gemeinsame Sache zu fördern. Bremst eine nationale Regierung weiterhin, so bearbeitet die Generaldirektion für Recht den Fall und schließlich die Kommissare, um dann möglicherweise eine Klage beim Europäischen Gerichtshof vorzubereiten.
Herr Prof. Dr. Maurer konnte auf Fragen der Schüler hin aufzeigen, dass manches Vorurteil in der Bevölkerung ein Fehlurteil ist, so hinsichtlich der Effektivität der im Verhältnis zu den großen Aufgabenbereichen kleinen Beamtenschar, die zahlenmäßig nur in der Größenordnung der von einer Großstadt wie München Beschäftigten liege – für ein Europa mit rund 500 Mio. Einwohnern.

Es wurde an vielen Beispielen nicht nur aus dem Bereich Abfallrecht deutlich, wie sich das Engagement einzelner Beamter in Brüssel zum Wohle der Bürger der EU auswirkt, es wurde auch klar, dass die Weiterentwicklung der EU im Streit der unterschiedlichen nationalen und der Wirtschaftsinteressen liegt und dass die großen Ziele der EU für die Bürger Europas nur Stück für Stück erreicht werden können.
So manche Anekdote konnte der Referent zum Thema Sprachenvielfalt in der EU erzählen.
In diesem Zusammenhang wurde den Schülern bewusst, wie wichtig die Ausbildung in den modernen Fremdsprachen ist, wie sie an unserer Schule gepflegt wird. Sie ist die Voraussetzung für die Verständigung der Vertreter der 27 Staaten in Brüssel und die Bedingung für Interessierte, die am „Projekt der europäischen Einigung“ mitarbeiten wollen.

Der Leistungskurs Sk/G und der Grundkurs Sozialkunde nahmen vom 16. - 18. Februar an einer POL&IS-Veranstaltung teil. Die Schüler übten im Rollenspiel die internationale Politik in der Bildungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen.POL&IS steht für Politik und internationale Sicherheit und ist ein Spiel, das die internationale Politik unserer Welt simuliert. Die Schüler der 12. Jahrgangsstufe bekamen einen Einblick in die Innen- und Außenpolitik und lernten die Komplexität von zwischenstaatlichen Beziehungen zu verstehen, indem sie selbst Politiker spielten.
Eingeteilt waren die teilnehmenden 46 Schüler in politische Repräsentanten von 11 internationalen Regionen, Vertreter der Weltbank, Vertreter des Generalsekretariats der UN und einer bekannten NGO.
Sie schafften es, einen Kompromiss im Falle einer Kriegserklärung zu finden.
Juliane Kisil (gk sk 12)






Die Schüler zweier Klassen der 10. Jahrgangsstufe des Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasiums nahmen am Montag, 2. Juni, an dem Planspiel „Der Landtag sind wir!“ teil. An diesem Vormittag wurden 4 Schulräume für Fraktions- und Ausschusssitzungen und das Plenum benötigt. Nah an der Realität der Praxis des Bayerischen Landtags wurde ein Gesetzesvorhaben im geplanten Rollenspiel durchgeführt. Das Thema lautete: mehr Sicherheit durch Videoüberwachung in Bayern. Das Material für die Rede- und Abstimmungsbeiträge stellte das Landtagsamt des Bayerischen Landtags; die Anleitung und Moderation übernahmen Honorarkräfte des Centrums für angewandte Politikforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Drei Schülergruppen erarbeiteten die Positionen der drei Landtagsfraktionen CSU, SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN und vollzogen das Prozedere eines Gesetzgebungsverfahrens nach, indem Sie Ihre Positionen in die Fraktions- und Ausschussarbeit des Landtags in der Form des Rollenspiels einbrachten. Eine vierte Gruppe bildete das Presseteam, das die politische Tätigkeit der Abgeordneten im Laufe des Vormittags kritisch mitverfolgte und Zeitungstexte zu den Vorgängen herstellte.
Im Anschluss an ihre Schlussabstimmung hatten die Schüler die Gelegenheit drei Vertreter der drei realen Landtagsfraktionen zum Gesetzgebungsverfahren fragen zu dürfen: Wie lief das durchgespielte Gesetzgebungsverfahren in Wirklichkeit ab und warum vertraten die Fraktionen die den Schülern inzwischen bekannten Positionen zur Videoüberwachung?

Die drei Abgeordneten vom Untermain, Christ (CSU), Pranghofer (SPD) und Mütze (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), machten parteipolitisch und persönlich pointiert ihre Haltung deutlich und stellten damit so etwas wie ein repräsentatives Parlament im Kleinen dar – immerhin war 1/60 der Mitglieder des ganzen Bayerischen Landtags anwesend und stand den Schülern des Dalberg-Gymnasiums nun in der Diskussion im „Plenarsaal“ Schulbibliothek zur Verfügung.

Außer zu Nachfragen zur Sicherheit in Bayern und zur Videoüberwachung nahmen die drei Abgeordneten jeweils unterschiedlich Stellung zu teils kritischen Fragen zu den Themenkomplexen „G 8 am bayerischen Gymnasium“ und „Fraktionszwang“. Schließlich wurde nach dem Grund für die Abschaffung des „Hitzefrei“ gefragt und die Abgeordneten versprachen, sich zu den Gründen kundig zu machen. Mittlerweile waren die Schüler an einem heißen Schulnachmittag schon eine Stunde länger für das Gespräch mit den Abgeordneten im Hause geblieben als ursprünglich geplant. Der Dank der Schüler ging an ihre Abgeordneten, die sich so lange Zeit genommen hatten.
Wir sind eine humanitäre Schule!
Im Rahmen ihres Sozialkundeunterrichts hat die Klasse 10a mit drei weiteren Klassen aus Unterfranken an dem Projekt Humanitäre Schule des Jugendrotkreuzes teilgenommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts ist unsere Schule am Freitag, den 20.7.2007, in Würzburg zu einer Humanitären Schule ausgezeichnet worden.Die Schülerinnen und Schüler haben während des Projekts vier Phasen durchlaufen:
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Eine einzelne Klasse des Aschaffenburger Dalberg-Gymnasiums stellt begeisterndes Benefiz-Konzert für Afrika auf die BeineAschaffenburg. Wie herrlich unkompliziert und effektiv Schüler Benefizkonzerte gestalten können, bewies die Klasse 10 a des Dalberg-Gymnasiums bei einer Aufführung in der Schulaula. Es ging dabei um Unterstützung eines afrikanischen Brunnenbau-Projekts von Unicef. Dass an dem attraktiven Programm auch »Jugend musiziert«-Preisträger mitwirkten, kam angesichts des musischen Schultyps nicht von ungefähr. Eine vierköpfige Combo (Justin Wildenhain, Lukas Ewald, Alexander Neff, Gitarren, Philipp Drenkard, Schlagzeug), ein Instrumentalquartett mit Anne Zielonka, Querflöte, Judith Schüler, Geige, Regina Klippert, Violoncello, und Sara Travaci, Klavier, mehrere Gesangssolisten und ein neunköpfiges Vokalensemble sorgten für Stimmung und Spannung. Die bildhübsche Sara Travaci moderierte elegant die 16 Darbietungen, darunter eine Fuge für Klavier, Geige, Violoncello und Querflöte als Uraufführung. Eine willkommene Zugabe bot die Lehrerband (»Rainbow Of Fire«) mit Till Antusch, Klavier, Andres Keller, Gitarre, und Christian Baudin, Schlagzeug. Schon der Anfang schien mit der glänzend aufgelegten Combo (»Don?t Go Chasing Waterfall« von TLC) und den Vokalistinnen Karolina Schröder, Theresa Schreck und Anne Zielonka vielversprechend. »High Voltage« (AC/DC), »Save Tonight« (Eagle-Eye Cherry) und »Bad Day« (David Powter) mit dem Gesangssolo von Patrick Krypcyk folgten. War das eine Stimmung in den ehrwürdigen Mauern des Dalberg-Gymnasiums! »Hail Holy Queen« aus »Sister Act« jubilierte der Chor zum Lobe Mariens, und das »Oh Happy Day« mit dem Solo von Patrick Krypcik und dem Frauenensemble kam nicht weniger forsch und strahlend. Die »1000 Miles« von Vanessa Carlton mit dem großartigen Instrumentalquartett und der Gesangssolistin Astrid Lewon gehörten ebenfalls zu den Glanzpunkten. Über allem agierte die Band forte und piano. Die von Regina Klippert und Vanessa Steigerwald komponierte »Fuge« war im alten Stil gehalten und fand großen Beifall. Die Instrumentalistinnen präsentierten sie intonationsrein und stilecht. Ein weiterer »klassischer Ausrutscher« war ein von Eva Zöller gekonnt wiedergegebenes und viel beklatschtes »Nocturne« von Frédéric Chopin. Aus der Fülle des Gebotenen ragten »Walking On The Sunshine« mit dem großartigen Gesangsduo Anne Ebert/Katharina Gierl, »Let It Rain« und »Fly Away» mit den beachtlichen Gesangssolisten Anne Zielonka und Patrick Krypcik heraus. Der junge Mann fiel auch mit »Frauen regieren die Welt« von Roger Cicero erneut angenehm auf. Michael Jacksons »We Are The World« stimmte eher nachdenklich. Ein vorläufiger Überblick über das Spendenkonto machte die Veranstalter zuversichtlich. Schulleiter Bauer schien als Gast sichtlich vergnügt und auf seine Schüler sogar etwas stolz. Wolfgang Tulaszewski
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Die Schüler des Leistungskurses Sk/G konnten 2007 an einer Berlinfahrt teilnehmen, die ein interessantes an politischen Gesichtspunkten ausgerichtetes Programm bot.
Der Reichstag, seine Geschichte, seine Neuplanung und nicht zuletzt die Arbeit des Bundestages in dem historischen Gebäude waren die Themen der ersten Station.

Das heutige Regierungsviertel wurde bei einer anschließenden Stadtrundfahrt ebenso vorgestellt wie die Wilhelmstraße und ihre Geschichte, das Mahnmal für die ermordeten Juden, das heute kaum noch erkennbare jahrzehntelange Schicksal der Teilung der Stadt, der Verlauf der Mauer, die Bernauer Str., im Osten der Alexanderplatz, der aufstrebende Potsdamer Platz, die derzeitige Situation der einstigen Aufmarschstraße für das SED-Regime und die Sowjetunion, der Gendarmenmarkt, der Berliner Dom, die Große Kurfürstenstraße, der Tiergarten, die Siegessäule, das Brandenburger Tor, das Rote Rathaus, das Schloss Bellevue, das Botschafterviertel, und vieles andere mehr, so auch einzelne Stadtteile und ihre derzeitige Entwicklung und die Bedeutung des Kiezes für den Berliner.

Eine wichtige Station im politischen Programm war der Besuch der ehemaligen zentralen Untersuchungsanstalt der Stasi in Hohenschönhausen (vgl. dazu Kurzbericht).
Nach dem Abendessen gab uns das MdB Scheel (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) die Möglichkeit Fragen zur Arbeit des Bundestages, zur Situation eines Abgeordneten und zu aktuellen Fragen der Politik zu stellen.

Der Besuch des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit führte zu grundsätzlichen Fragen bezüglich des Entwicklungsbegriffs. Ein erfahrener Mitarbeiter des Ministeriums referierte Ziele und Bedeutung der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit und stellte sich den Fragen, was zu einer angeregten Diskussion führte.
Der anschließende Besuch des Deutschen Doms mit seiner Dauerausstellung zur Parlamentsgeschichte machte Höhen und Tiefen des deutschen Parlamentarismus deutlich. Die Ausstellung führte auch zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und zu den Fragen nach der Ausschaltung eines Parlaments und zur Aufhebung eines Rechtsstaates.


Mit diesem Hintergrund konnte die Gruppe selbständig den komplexen Bau des Jüdischen Museums erwandern. Die reiche Geschichte der jüdischen Kultur und des jüdischen Lebens in Deutschland wird hier augenfällig dargestellt und die Fragen drängen sich auf nach den Gründen für den Antisemitismus mit all seinen Folgen und Antworten findet der aufmerksame Besucher.
Vor der Abreise war die Möglichkeit gegeben in einer Parteizentrale die politische Praxis in einer Parteiendemokratie kennenzulernen. Hinter allen Institutionen, Verfahren und Prozessen des politischen Lebens steckt die Arbeit der Parteien. Ein Geschäftsführer der GRÜNEN stellte sich den Fragen der Schüler.
Der Kurs dankt dem MdB Scheel für die Unterstützung der Fahrt.

MdB Norbert Geis am Dalberg-Gymnasium

Im Rahmen der Veranstaltungen, die im laufenden Schuljahr verstärkt der europäischen Thematik verbunden waren, konnten die Schüler schließlich aus der Sicht eines Bundestagsabgeordneten den Blick in Richtung Straßburg und Brüssel werfen.
Nicht viele Abgeordnete des Deutschen Bundestages können die Entwicklung des deutschen Parlaments mit so viel Erfahrung ins Verhältnis zur europäischen Einigung setzen wie ein Abgeordneter, der seit 1987 die Verlagerung von nationalen Kompetenzen auf die europäische Ebene im Parlament mitverfolgen kann.
Doch nicht nur europäische Themen waren für die Schüler interessant; auch der politische Lebenslauf (Kreistags-, Landtags-, Bundestagsmitglied), Familiäres (der rüstige Großvater spielt nebenbei in Berlin Fußball mit Enkelkindern) und Bekenntnisse (der Jugendliche Norbert Geis hatte schon den Wunsch Volksvertreter zu werden) eines Mannes, der vor Jahrzehnten auch in unserem Schulhaus zur Schule ging, blieben in dem offenen Gespräch zwischen Schülern und dem Abgeordneten nicht ausgespart. 
Insgesamt kam die europäische Thematik nie zu kurz. Differenziert wurden Fragen wie der EU-Beitritt der Türkei, das Verhalten der polnischen Staatsführung beim letzten EU-Gipfel oder der Stand der Dinge um das Vertragswerk einer EU-Verfassung diskutiert.
Ein lebhaftes Gespräch entwickelte sich auch über die Perspektiven der inneren Entwicklung Deutschlands und der Europäischen Union. Während dazu manches Spekulation bleiben musste, konnte die politische Zukunft des vielmaligen Wahlkreisgewinners eindeutig geklärt werden: MdB Geis bleibt solange in der Politik aktiv, wie mir der Himmel die Kraft gibt.



EU-Beamte besuchen ihre ehemaligen Schulen, 26. 3. 2007

Das Karl- Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium nahm die deutsche EU-Ratspräsidentschaft erneut zum Anlass, das Thema Europa verstärkt in den Unterricht einzubeziehen.
Nach dem Besuch des MdEP Dr. Weisgerber am 2. Februar, der von Schülern der Kollegstufe und den Fachlehrern für Sozialkunde vorbereitet worden war, wurden nun anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge die Schüler der 10. Jahrgangsstufe an das Thema Europa verstärkt herangeführt.
Vorbereitet durch den Unterricht in den Fächern Wirtschaft/Recht und Sozialkunde bzw. Geschichte nahmen alle Schüler an einem Vortrag von Prof. Dr. Maurer teil. Prof. Dr. Maurer arbeitet in Brüssel für die Europäische Kommission, hier unter der Generaldirektion für Umwelt zum Thema Abfallvermeidung. Der Jurist mit dem Schwerpunkt Europarecht, erwies sich als Fachmann für alle Rechtsfragen, die sich aus den verschiedenen europäischen Verträgen ergeben. Zudem konnte der Referent, der sich selbst als den obersten Müllmann Europas charakterisierte, gerade zum Thema Abfall und Umwelt den Schülern mit vielen Beispielen die europäische politische Praxis, die europäische Politik und deren Auswirkungen und Bedeutung für die Staaten und ihre Bürger vorstellen.
Die anschließende Möglichkeit für Fragen und das vertiefende Gespräch wurde von den Schülern genutzt und es blieben keine Fragen offen.
Der Referent, der als ehemaliger Schüler und als Vater einer Schülerin der 10. Jahrgangsstufe den Ton der Generation zu treffen wusste, sowie als Professor für Europarecht den freien Vortrag und die Diskussion souverän meisterte, konnte an diesem Vormittag Europa ein Gesicht geben und verdeutlichen, dass Brüssel gar nicht so fern liegt. Die Veranstaltung hinterließ nachhaltigen Eindruck bei den Schülern.
Zur Veranstaltung konnten die Schautafeln, die die Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe für den Europatag im Januar erstellt hatten, noch einmal Beachtung finden.
Die Beobachtung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bis Ende Juni wird von den Schülern erwartet und das Thema wird am 26. Juni noch einmal durch eine besondere Schulveranstaltung aufgegriffen. MdB Geis hat sich bereit erklärt, Europa aus der bundespolitischen Sicht zu betrachten. Er steht den Schülern in einer Gesprächsrunde dazu an diesem Tag Rede und Antwort.

H. Grob
Europatag am Karl- Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium
Das Karl- Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium nahm die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zum Anlass, das Thema Europa verstärkt in den Unterricht einzubeziehen.
Dem musischen Gymnasium mit dem sehr stark ausgeprägten sprachlichen Zweig ist die Aufgeschlossenheit für Europa eine Selbstverständlichkeit. Die vielen Sprachen, die an der Schule unterrichtet werden zeugen davon - teils in einmaliger Sprachenfolge: So ist das Dalberg-Gymnasium die einzige Schule am bayerischen Untermain mit Französisch als 1. Fremdsprache, und nur hier kann man vier moderne Fremdsprachen lernen. Ebenso hervorzuheben der längst traditionelle Schüleraustausch mit Schulen in vielen Ländern Europas. So beteiligten sich auch die Fremdsprachen mit verschiedenen Aktionen; etwa stellten Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 den Siebtklässlern die Fremdsprachen vor, die sie im kommenden Schuljahr lernen können.
Die Schüler, die das Fach Sozialkunde in der Kollegstufe belegen, luden mit ihren Sozialkundelehrern die unterfränkische Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung ein. Mit unterschiedlichen Projekten hatten sie sich auf das Gespräch mit der Europaabgeordneten vorbereitet und am Freitag, den 2. Februar 2007 fand sich im Terminkalender von Frau Dr. Weisgerber der Raum, sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler rund um die europäische Politik zu stellen.
Nach einer Einführung der Europaabgeordneten in die europäische Thematik aus ihrer Sicht sowie der Vorstellung ihres politischen Lebenslaufes entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch zwischen den Schülern und der Abgeordneten, die die Verbindung von der scheinbar weit entfernten EU zur Realität der Schüler gerade an einem sprachlichen Gymnasium herzustellen wusste. Auf die Bedeutung der Beherrschung mehrerer Fremdsprachen, wenn es darum geht, Ausbildungs- und Arbeitsplätze auf europäischer Ebene zu ergattern, wurde ebenso hingewiesen wie auf die Chancen, die europäischer Bildungsausweis, Sprachenpass, der Bolognaprozess und europäische Freiwilligenprogramme bieten.
Aber auch die großen politischen Themen wie die Erweiterung der EU, der EU-Verfassungsprozess, EU und Umwelt und die Bedeutung des Regionalfonds für Aschaffenburg wurden angesprochen. Die Vertreterin der Bürger und Bürgerinnen aus Unterfranken in Straßburg und Brüssel machte es sich zur Aufgabe, Europa auf die Kreisebene herunterzubrechen, Brücken von der EU zum Kreis vor Ort zu schlagen. So war die Zeit am Ende knapp und die Abgeordnete musste auf ihr Büro verweisen, das den Schülern zur Verfügung steht. Das abschließende Kompliment der Abgeordneten, dass sich die Schüler des Dalberg-Gymnasiums in für sie ungekannter Intensität an der Diskussion beteiligt hätten, hören diese und ihre Lehrer bestimmt gerne.
Hans Grob

Vertreter der Bundeswehr stellt die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland Schülern des Grundkurses Sk 13 und des Leistungskurses Sk/G 13 vor.

Am 23. 4. 2007 referierte Kapitänleutnant Friedel, ein Jugendoffizier des Wehrbereichkommandos IV, vor Schülern unserer Schule die aktuelle sicherheitspolitische Lage der Bundesrepublik Deutschland. Er ging dabei auf aktuelle internationale Entwicklungen ebenso ein wie auf die rechtlichen und politischen Aspekte des Einsatzes der Bundeswehr im Rahmen des NATO -Bündnisses. Dabei erläuterte er die neue Strategie der NATO mit dem erweiterten Sicherheitsbegriff und die 3 Säulen der Sicherheitspolitik, deren zwei noch vor der Verteidigung der Dialog und die Kooperation darstellen. In diesem Zusammenhang wurde in der anschließenden Diskussion das aktuelle Verhältnis der NATO zu Russland problematisiert. Dem Vertreter der Bundeswehr gelang es die derzeit großen internationalen Herausforderungen den Schülern anschaulich zu machen.
Wer, Wie, Was, Wieso, Weshalb, Warum?
Karin Pranghofer (SPD), schon mit 19 Jahren für die politische Arbeit zu begeistern und nun, 36 Jahre später, Mitglied des Bayerischen Landtags und Stadträtin unserer Stadt Aschaffenburg, hat das Dalberg Gymnasium am 30. Juni 2006 (also am glorreichen WM- Viertelfinalstag!) besucht, uns über ihre Arbeit in der SPD informiert und anschließend zahlreiche Fragen unsererseits (Klasse 10a/b) über sich ergehen gelassen.
Herr Heim klärte die wichtigste Frage vorweg, Ihr Tipp für heute Abend? Mit ihrem 2:1 für Deutschland lag sie zwar knapp daneben, aber ihr Fussball- Wissen reichte zumindest um den Sieger, souverän, ohne groß nachdenken zu müssen, vorherbestimmen zu können!
Schüler:
Wie lange sind Sie schon an der politischen Arbeit interessiert?
Karin Pranghofer:
Das hat sehr früh angefangen, da es schon in meinem Elternhaus viele Diskussionen über politische Ereignisse oder Entscheidungen gab. Richtig gearbeitet für die Politik habe ich ab 1970, also mit 19 Jahren, als ich in die SPD eingetreten bin.
Schüler:
Warum haben Sie sich ausgerechnet die SPD ausgesucht?
K.P.:
Mein Vater war Betriebsrat bei der LINDE, mir waren also soziale Probleme durchaus bewusst.
Außerdem hatte ich damals viel Kontakt zu Leuten, die in dieselbe Richtung dachten wie ich, das prägt einen.
S:
Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
K.P.:
In der Politik hat man große Ziele vor Augen. Natürlich möchte ich etwas Großes bewirken, verbessern, aber das erreicht man eben am besten, wenn man es in kleineren Schritten anpackt.
Eines dieser Ziele ist z.B., dass die Bildung der Kinder nicht vom Geldbeutel ihrer Eltern abhängig sein darf, deswegen haben wir versucht das Büchergeld zu verhindern. Aber obwohl wir dieses Ziel jetzt nicht erreichen konnten besteht es immer noch für mich, wir haben dieses Thema nicht abgeschrieben!
S:
Was sagen Sie zu dem Problem, dass Hauptschule für die meisten Schüler Endstation bedeutet?
K.P.:
Die Dramatik in den Hauptschulen ist schlimm, da fragt man sich schon: Was ist da passiert?. Eine eventuelle Erklärung dafür wäre, dass die Anforderungen in der Berufswelt gestiegen sind und dass man die Hauptschule mit der sechsjährigen Realschule zur Restschule gemacht hat.
Deswegen sind wir dafür, dass Bildung nicht erst in der Schule anfangen sollte. Man muss die Ressourcen der Kinder frühzeitig erkennen und fördern. Die Kinder müssen schon früh gefördert werden. Das sollte schon im Kindergarten anfangen, und da dieser somit eine Bildungseinrichtung ist, sollte zumindest das letzte Jahr kostenfrei sein.
Die PISA- Studie hat nur allzu gut bewiesen, dass die Ressourcen der Kinder nicht genutzt werden. Durch die verfrühte Einteilung in Gymnasium, Haupt- und Realschule kommen Kinder nicht zu dem höchstmöglichen Schulerfolg und manche fühlen sich ganz unten. Die individuelle Förderung, wie sie z.B. in Finnland zu finden ist, findet kaum statt. Eine Studie hat erwiesen, dass viele Hauptschüler das Potenzial für die Realschule, und viele Realschüler das Potenzial für das Gymnasium hätten. Diese Einteilung ist also erstens verfrüht und zweitens oft falsch und auch eine zukunftsbestimmende Entscheidung. Deshalb sind wir für eine neue Bildungskultur. Doch zu einer neuen Bildungskultur gehört auch eine neue Schulstruktur. Wir sind für die sechsjährige Grundschule, dass die Schüler also erst nach diesen sechs Jahren gemeinsamer Schulzeit aufgeteilt werden, aber nicht auf die drei bisherigen Schultypen, sondern auf die Sekundarschule, das wären Haupt- und Realschule zusammengelegt, oder eben auf das Gymnasium. So würde man die individuelle Förderung auch in Deutschland ein Stück weiter bringen.
S:
Was halten Sie generell von G8?
K.P.:
Wir waren gegen das G8 in dieser Form. Dieser Beschluss war sowohl für die Lehrer als auch für die Eltern und Schüler eine Überrumpelung!
Das System war und ist außerdem noch nicht ausgereift! Man weiß ja heute noch nicht, wie die Oberstufe später aussehen und funktionieren soll. Und wenn man etwas so Großes einführt, sollte man schon wissen, wie es weitergehen und am Ende aussehen soll!
S:
Denken Sie, dass das G8 wieder rückgängig gemacht werden könnte?
K.P.:
Nein, abgeschafft wird es auf keinen Fall mehr, aber es können und müssen Veränderungen vorgenommen werden!
S:
Kurz weg von der Bildung: Was halten Sie von der Erschießung von Bruno, dem Bär?
K.P.:
Ich fand es ungeheuerlich, dass man, als der Bär in Bayern eintraf, ihn willkommen hieß und sich über seinen Besuch freute... und zwei Tage später wird er zum Abschuss freigegeben und als Problembär bezeichnet. Meiner Meinung nach gibt es heutzutage genug Möglichkeiten das Problem auch anders zu lösen, nämlich ihn zu betäuben. Man hätte ihn danach in einen Naturpark bringen können.
Aber an dem Beispiel Bruno sieht man auch ganz deutlich wie die Presse arbeitet: Tagelang waren die Zeitungen voll von der Attraktion schlechthin. Was die Landtagsmehrheit in der Bildungspolitik inzwischen beschlossen und verabschiedet haben, ist natürlich total untergegangen!
S:
Wie kann es sein, dass jetzt schon Lehrer unterrichten, die noch nicht einmal die richtige Ausbildung gemacht haben?
K.P.:
Das ist mir neu, vielleicht sind das dann Quereinsteiger, wie Förster. Aber normalerweise müssen Lehrer, auch Quereinsteiger, auf jeden Fall eine Qualifikation haben!
S:
Warum können Lehrer einfach ungerechte Noten verteilen und wir Schüler leiden dann darunter?
K.P.:
Das ist natürlich ein Problem. Wir sind dafür, die Noten ganz abzuschaffen um der individuellen Förderung näher zu kommen. Das Ziel ist es doch, den Leistungsstand der Schüler immer weiter zu bringen, und dafür sind Noten gar nicht nötig, sogar hinderlich, da viele deswegen Probleme zu Hause oder auch mit sich selbst haben. (Stichwort Prüfungsangst!)
S:
In Hessen z.B. werden in den Gymnasien Praktika angeboten. Warum ist das an bayerischen Schulen nicht so? Wir werden nach dem Abitur oder dem Studium einfach ins kalte Wasser geworfen, ohne Einblicke in die Berufswelt bekommen zu haben!
K.P.:
Praktika werden auch an bayerischen Schulen angeboten. Doch nehmen wir als Beispiel Aschaffenburg: das Dalberg- Gymnasium ist nur eins von vier Gymnasien hier. Wenn jetzt alle Gymnasiasten und nicht nur die, ein Praktikum machen, würde die Wirtschaft hier ganz schön stöhnen, bei so vielen Bewerbern! Das ist schwer zu organisieren, trotzdem halte ich Praktikas für wichtig.
S:
Was sagen Sie zur Großen Koalition?
K.P.:
Natürlich hätte mir die rot- grüne Regierung besser gefallen, aber die Bevölkerung hat nun einmal gewählt und so schlecht ist das gar nicht. So gelingt vielleicht z.B. die Umsetzung von Reformen besser.
Andererseits mussten wir z.B. mit dem Mehrwertssteuerbeschluss eine gewaltige schwarze Kröte schlucken!
Im Namen aller möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Frau Karin Pranghofer für ihren Besuch und das Interview bedanken! Es ist immer hilfreich und interessant, seine Fragen von einem Experten (oder in diesem Fall von einer Expertin) beantwortet und erklärt zu bekommen!
Ich hoffe, es war für Frau Pranghofer eine genauso gute Erfahrung wie für uns Schüler!
Lina Krimm
Ja, wir waren aufmüpfig, weil wir die Welt verändern wollten, wir waren friedensbewusst, weil Krieg und Fremdenfeindlichkeit die Konflikte nicht lösen, sondern immer mehr schaffen, wir waren hartnäckig und zielbewusst, oft brauchten wir einen langen Atem.
Karin Pranghofer
Berlinfahrt der Sozialkundekurse vom 22. 3. 2006 bis 25. 3. 2006
Die Berlinfahrer bedanken sich für sehr informative und abwechslungsreiche Tage in Berlin beim Abgeordnetenbüro von MdB Scheel, das die Fahrt unterstützte. Die Teilnehmer konnten in der Bundeshauptstadt ihren politischen und historischen Horizont erweitern. Das Programm ermöglichte unter anderem den Besuch des Reichstags, der Dienststelle Canaris, heute Sitz der GTZ, des ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnisses in Potsdam, der Ausstellung Topographie des Terrors, des Hauses der Wannseekonferenz und des Jüdischen Museums. Mehr Bilder und Berichte demnächst hier.
Berlin, Berlin!

Einsteigen, Türen schließen, Vorsicht bei der Abfahrt! Am 7. Juli 2004 fuhr der Sozialkunde-Grundkurs in Begleitung von Herrn Grob zur politischen Bildung nach Berlin. Wir folgten damit einer Einladung der Bundestagsabgeordneten Christine Scheel, die uns eine 4-tägige Exkursion zum Zentrum des politischen Lebens ermöglichte. Nach der Anfahrt mit dem ICE startete unser vielseitiges und straff durchorganisiertes Programm mit einer Führung durch die Willy-Brandt-Stiftung im Schöneberger Rathaus. Das Abendessen genossen wir während einer Schiffrundfahrt auf der Spree, worauf wir den Abend gemütlich bei live-Musik im Irish Pub ausklingen ließen. Wir residierten im 4 Sterne Hotel, das wir am nächsten Morgen schon früh verlassen mussten, um pünktlich in der Live-Sendung "Morgenmagazin" des ZDF zu erscheinen. Bei der anschließenden Stadtrundfahrt mit einer sehr kompetenten Reisebegleiterin, die uns zu jeder Sehenswürdigkeit eine interessante Geschichte erzählen konnte, erfuhren wir mehr über unsere geschichtsträchtige Hauptstadt. Unser nächster Pogrammpunkt sollte das Jüdische Museum sein, wo wir vor der Besichtigung mit einem leckeren arabischen Menü verköstigt wurden. Neben der umfangreichen Dauerausstellung im Museum, die das Judentum von ihren mittelalterlichen Anfängen bis heute darstellte, gab es dort eine Sonderaustellung mit dem Titel" 10+5=Gott". Darin spielten die Exponate mit der Mystik und der Symbolik von Zahlen und Ziffern der heutigen Gesellschaft. Danach war ein Fototermin auf der Dachterrasse des Reichstagsgebäudes angesagt. Dort hörten wir zuvor im Plenarsaal einen kurzen Vortrag über Parlamentarismus und die Parteien im Bundestag. Ein weiteres Highlight folgte prompt: Das Abendessen in einem vegetarischen Restaurant mit einem Treffen unserer Gastgeberin, der Bundestagsabgeordneten Christine Scheel. Am nächsten Morgen starteten wir den Tag mit einem Besuch im Auswärtigen Amt, dessen Aufgaben und Funktionen uns ein Referent erläuterte. Anschließend waren wir in einer Ausstellung über die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland im Deutschen Dom und fuhren nach einer kurzen Mittagspause zur Parteizentrale von Bündnis 90/Die Grünen. Dort fand eine Diskussion mit dem Politiker Omid Nouripour über Reformen der Bundesregierung statt. Wir verließen danach Berlin, um uns im Haus der Wannseekonferenz vom 20.Januar 1942 fortzubilden. Mit seinem fesselnden Vortrag über die grausame Thematik der Judenvernichtung erhielt der äußerst fachkundige Referent unsere vollste Aufmerksamkeit und regte uns zum Nachdenken an. Deshalb bedauerten wir es sehr, das Haus rechtzeitig verlassen zu müssen, da man uns in einem Restaurant mitten in Berlin zu einem wiederum sehr schmackhaften Essen erwartete. Da das der letzte Abend war, nutzten wir daraufhin die Gelegenheit, ein bisschen von Berlins Nachtleben zu erkunden. Am Tag unserer Abreise, dem 10.Juli, besuchten wir ca. 30 km außerhalb von Berlin die Gedenkstätte des "KZ und Speziallagers Sachsenhausen". Unsere Rückfahrt mit dem ICE erfolgte nachmittags, so dass wir abends müde, aber froh über das Erlebnis "Berlin" und unser neu erworbenes Wissen in Aschaffenburg ankamen. Insgesamt sind wir sehr dankbar, ohne Unkosten um so viele Erfahrungen reicher geworden zu sein und danken Herrn Grob für seine fürsorgliche Begleitung!
Maria-Theresia Sauer, Silvia Gieles, Leona Schwind- K12
Aschaffenburg, Juli 2004