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Es ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn mehr als 250 Jugendliche aus rund 30 Ländern Europas im Zagreber Rathaus Arm in Arm stehen und die Hymne des Europäischen Jugendparlaments „Imagine“ von John Lenon singen. Viele Augen waren feucht und die Trauer war groß, sich von den neu gefundenen Freunden zu verabschieden, und die Perspektive, sich in einer weiteren EYP Sitzung wieder zu sehen, blieb wohl als einziger Trost übrig.Die „Internationale Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes“ in Zagreb Anfang Oktober war eines dieser Erlebnisses, die man nie in seinem Leben vergessen kann. In nur 10 Tagen hat man den größten Teil aktueller Politik Europas debattiert, eine eigene Resolution nach den Prinzipien des Europäischen Parlaments verfasst, präsentiert, verteidigt und diskutiert, man hat etwa 25 verschiedene Sprachen hören können, das Essen aus 30 Ländern an einem einzigen Abend probiert, man hat Zagreb gesehen, man hat sowohl eine Poolparty und zwei Museumsbesuche als auch ein Abendessen in einem güldenem Palast gehabt. Man hat Freundschaften geschlossen, die noch lange erhalten bleiben werden und, vor allem, man hat unvergleichlich schöne Erinnerungen mit lebensfreudigen aber auch vernünftigen Jugendlichen aus Irland, Finnland, Zypern, Estland aber auch einfach aus dem Norden Deutschlands gesammelt.
Die Möglichkeit an dieser internationalen Sitzung teilzunehmen bot sich mir durch die Qualifikation an der “German National Selection Conference” im März in Schwerin. Damals wusste ich nicht, was für ein Glück ich gehabt hatte und was mich alles in Kroatien erwartete. Ich wusste nicht, dass ich mir knapp 7 Monate später über das Thema des Komitees für Außenpolitik „Die Nagorno-Karabakh Krise“ fast die Zähne ausbeißen würde. So bekannt dieses Thema in Deutschland ist, so leicht ist es nämlich Informationen über ein solches Thema zu finden – nämlich gar nicht. Aber trotz der anfänglichen Schwierigkeiten las sich jeder Delegierte in das Thema seines Komitees ein, so auch ich, und ich hatte das große Vergnügen in der Generalversammlung vor allen 220 Delegierten samt der Organisatoren trotz Lampenfieber und Bauchkribbeln in vorher ungekanntem Ausmaß eine Rede zu halten, um die Gesetzesvorschläge meines Komitees zu verteidigen.
Sehr zur Freude aller Repräsentanten der Länder werden alle vom Plenum verabschiedeten Resolutionen an die Europäische Kommission geschickt, welche die Gesetzesvorschläge in Betracht zieht. So ist es selbst als scheinbar unwichtiger Schüler möglich die Politik einer 450 Millionen Menschen umfassenden Gemeinschaft zu formen und zu beeinflussen.
Den einzigen bitteren Nachgeschmack hinterließ dann doch der Kaffee, den man trotz minderer Qualität dankbar annahm, um den Eindruck zu vermeiden, man habe in der Tat nur 4 Stunden geschlafen. Mit schönen Erinnerungen nun wieder in Deutschland, bleibt mir der Wunsch, bald wieder bei einer Sitzung die Freunde aus ganz Europa mit offenen Armen zu begrüßen und weiter die Idee eines vereinten Europa zu prägen.


Ich möchte mich hiermit nochmals bei Frau Urban für ihr Engagement im Wahlkurs Modellparlament bedanken.
Kathrin Stürmer wünsche ich eine ebenso phantastische Zeit bei der „69th International Session of EYP Istanbul“ im März 2012, wie ich sie erleben durfte.
Sebastian Rieger Q12






Willkommen in Brüssel - Bienvenue á Bruxelles – Welkom in BrusselDiese Reise, auf die wir uns alle schon lange gefreut hatten, war Teil des Verfassungspreises „Jugend für Bayern“, mit dem der Wahlkurs Modellparlament im vergangenen Jahr von der Bayerischen Einigung e.V. und der bayerischen Volksstiftung ausgezeichnet wurde.
Was uns dort erwartete, war mehr als das übliche großstädtische Touristenprogramm.
Nach Begrüßung in der Bayerischen Vertretung in Brüssel, wegen des eindrucksvollen Gebäudes auch „Schloss Neuschwanstein“ genannt, fühlten wir uns – dank Maibaum – auch schon fast wieder wie zu Hause. Während unseres viertägigen Aufenthalts durften wir einen genaueren Einblick in die Europäische Politik und die Arbeit der verschiedenen Institutionen erlangen – unter anderem im Gespräch mit den Europaabgeordneten Frau Nadja Hirsch und Frau Dr. Anja Weisgerber. Die Abendveranstaltung in der Bayerischen Vertretung mit Innenminister Joachim Hermann war eine weitere Möglichkeit für uns, die Arbeit und den Tagesablauf der Politiker kennenzulernen.
Belgien – und besonders Brüssel – ist in wirklich vielerlei Hinsicht eine beeindruckendes Reiseziel. Die gelebte Zweisprachigkeit, die einem an jeder Straßenecke begegnet und die vielen Facetten der Stadt – zwischen modernem politischen Zentrum und verschlafenem Ort mit südlichem Flair – zogen uns schon nach wenigen Stunden in ihren Bann. Natürlich durften auch Sehenswürdigkeiten, wie das Atomium oder der doch etwas klein geratene Manneken Pis, nicht ausgelassen werden. Auch kulinarisch gesehen, hat Brüssel einiges zu bieten – neben den typisch belgischen Pralinen sind auch die besonderen Waffeln sowie die Pommes eine Sünde wert.
Am vorletzten Tag ging es für uns weiter nach Flandern – genauer in die Hafenstadt Antwerpen, wo wir noch einmal die „andere Seite“ Belgiens kennenlernen durften. Bei Schlendern durch die verwinkelten Gassen mit zahlreichen kleinen Cafés, die die Atmosphäre der Stadt auszeichnen, hörte man allerdings kaum noch Französisch – dort wurde, wie im nördlichen Teil des Landes üblich, Niederländisch gesprochen.
All das machte den Aufenthalt in Belgien und der Stadt Brüssel, einem Zentrum europäischer Politik, so unvergesslich. Wir – der Wahlkurs Modellparlament – möchten uns bei Frau Urban bedanken, für ihre tatkräftige Unterstützung, ihren Einsatz und vor allem die Zeit, die sie in den letzten Jahren für uns geopfert hat.
Anna Kampfmann







Dalberg-Gymnasium bei der Nationalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments in WürzburgObwohl die Vollversammlung in Würzburg stattfand, waren die Delegierten in der Rhön, genauer gesagt, auf der Wasserkuppe, auf fast 1000 Metern Höhe untergebracht, was die Sitzung zu etwas ganz Besonderem machte. So fand z.B. das Teambuilding am ersten Tag bei strahlendem Sonnenschein und mit fantastischer Aussicht im Freien statt, wobei sich die Schüler in guter Gesellschaft mit Paraglidern, Segelfliegern, Modelflugzeugfans und Nordic-Walking-Enthusiasten befanden.
Unvergesslich war auch das Regio Village, bei dem jede Schule typische Speisen und Getränke der Gegend mitbrachte, ebenso der Grillabend oder die Impro-Theater-Aufführungen der Schüler. Gekrönt wurde das Abendprogramm nur noch durch die Party am zweiten Tag. Diese fand im Radom statt (sieht aus wie ein riesiger Fußball, der auf dem Gipfel der Wasserkuppe steht, war aber mal eine Abhöranlage, mit der man bis nach Moskau spähen konnte).
In Vorbereitung auf die Vollversammlung am Samstag und am Sonntag diskutierten die Schüler zwei Tage lang in neuen, schulübergreifenden Teams, den Committees, auf englisch über aktuelle umweltpolitische Themen und erstellten hierzu Resolutionen.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die zweitägige parlamentarische Vollversammlung aller Teilnehmer, im Toskanasaal der Würzburger Residenz. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Georg Rosenthal und die bayerische Europaministerin Emilia Müller wurden die Anträge in einer parlamentarischen Debatte lebhaft diskutiert und anschließend zur Abstimmung vorgelegt – ganz nach den Regeln des europäischen Parlaments und in strenger Kleiderordnung.
K. Urban
Ministerpräsident Horst Seehofer bei der Feier zum Bayerischen Verfassungstag 2009: „Bayerns Stärken: Tradition, Zusammenhalt und Bürgersinn als Fundament für menschliche und erfolgreiche Zukunft bewahren und ausbauen“Ministerpräsident Horst Seehofer hat beim heutigen Festakt zum Bayerischen Verfassungstag 2009 dazu aufgerufen, das moderne Bayern weiter auf dem Fundament von Tradition, Zusammenhalt und Bürgersinn zu gestalten. Seehofer: „Aus der eigenen kulturellen Identität und dem Selbstbewusstsein der Menschen kommt die besondere Kraft Bayerns. Vor allem die große Tradition prägt das bayerische Selbstbewusstsein. Diese besondere Stärke Bayerns müssen wir alle gemeinsam erhalten." Aus Anlass des Bayerischen Verfassungstags rief Seehofer dazu auf, gemeinsam für die Werte einzutreten, die unserer Heimat Bayern ihr Gesicht geben. Seehofer: „Sorgen wir dafür, dass Werte wie Leistungsfreude und Solidarität, Freiheit in Verantwortung für Mitmenschen und Schöpfung oder wirtschaftlicher Erfolg mit sozialem Gewissen bei uns täglich gelebt werden. Das ist der Appell, der von diesem Verfassungstag ausgeht." Der Ministerpräsident verwies darauf, dass der Staat Bürgersinn niemals ersetzen könne, sondern hegen und pflegen müsse. Der Bayerische Verfassungstag sei dabei ein ganz besonderer Ausdruck der demokratischen Bürgergesellschaft, denn er stifte Zusammenhalt und sei ein Symbol bürgerlichen Selbstbewusstseins.
Seehofer dankte der Bayerischen Einigung e.V. und der Bayerischen Volksstiftung unter der Führung ihres Präsidenten Florian Besold für ihr langjähriges außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement bei der Durchführung des Bayerischen Verfassungstages. Der Verfassungstag wird in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit der Bayerischen Staatsregierung und dem Bayerischen Landtag durchgeführt.
Erstmals verlieh der Ministerpräsident im Rahmen der Veranstaltung den von Staatsregierung und Bayerischer Volksstiftung gemeinsam gestifteten Verfassungspreis „Jugend für Bayern". Seehofer: „Unser Anliegen ist die Auszeichnung von vorbildlichem Engagement der jungen Generation für Demokratie und Gesellschaft. Damit setzen wir auch eine Ankündigung in meiner Regierungserklärung vom 10. Dezember 2008 um, den Bayerischen Verfassungstag zusammen mit der Bayerischen Einigung weiter aufzuwerten." Preisträger sind in diesem Jahr:
Mit freundlicher Erlaubnis von: http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10278326/index.htm
Auch der bayerische Rundfunk berichtete: http://mediathek-video.br-online.de/o16/br/b7/player/public/b7mediathek.html?bccode=both,
dort 'Montag' (31.11.2009) anwählen, 'Rundschau' klicken - der Bericht über uns beginnt bei Minute 13.20
„This delegate yields the floor back to the chair“, war wohl der meist gehörte Satz des letzten Wochenendes für die 11 Dalbergianer und Frau Urban, die von Freitag bis Sonntag am Model European Parliament in Kerkrade (Holland) teilgenommen haben. Dabei handelt es sich um eine Simulation, bei der die Gesetzgebung im Europäischen Parlament vereinfacht nachgestellt wird. Die fleißigen Dalbergianer hatten in monatelanger Vorbereitung sogenannte „common positions“ zu einem vorgegebenen Thema angefertigt, z.B. wie der Afghanistan-Konflikt zu lösen ist oder mit Guantánamo-Häftlingen verfahren werden soll. Während der Veranstaltung selbst saßen die Schüler als Delegierte einer im Europäischen Parlament vertretenen Partei in verschiedenen Ausschüssen, in denen über die „common positions“ debattiert wurde. Anschließend musste das Papier noch eine letzte Hürde nehmen: Es musste vor der Plenarversammlung mit über 250 teilnehmenden Schülern bestehen. Da am MEP Schüler verschiedener Nationalitäten teilnahmen (auch wenn es hauptsächlich Deutsche waren), war die offizielle Sprache Englisch, was einigen Teilnehmern Schwierigkeiten bereitete (natürlich nicht uns!).
Außerdem nahmen auch zwei Dalbergianer aus der Schülerzeitung teil, die zusammen mit anderen Arbeitswütigen eine Zeitung für die Delegierten herausgaben, in der über den Verlauf des MEP berichtet wurde.
Stattgefunden hat die Veranstaltung in der Abtei Rolduc, dem größten noch erhaltenen Klosterkomplex der Niederlande, welche uns nicht nur bei der Ankunft in ihren Bann zog, sondern auch während des gesamten Wochenendes mit seiner altehrwürdigen Ausstrahlung eine eindrucksvolle Kulisse bot. Einziger Kritikpunkt bleibt wohl der Parkettboden auf den Zimmern, der so manchem einen ruhigen Schlaf verwehrte. 

Doch Schlafen kann man bekanntlich, wenn man tot ist, und frei nach diesem Motto wussten wir auch das „Nachtleben“ zu genießen, das sich hauptsächlich auf die Sports Bar, eine Kneipe gegenüber des Klosters, beschränkte. Einige wenige, denen die geschätzten 150 Leute in der kleinen Bar doch zu viele wurden, wagten sich auch auf eine Exkursion in die Innenstadt, wo sie von der Gastfreundschaft der holländischen Gastronomen positiv überrascht wurden.
Nach etlichen anstrengenden Debatten, im kleinen wie im großen Kreis, und der sehr interessanten Rede einer „echten“ Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament, die übrigens vor 16 Jahren selbst an diesem Modellparlament teilgenommen hatte, ging die Simulation am Sonntag mit der Ehrung der Teilnehmer zu Ende. Die Abgeordneten, für die während der Veranstaltung strenge Kleidungsvorschriften galten (Anzug bzw. Kleid oder Kostüm), durften sich wieder in Schüler verwandeln, die nach all den bestandenen Herausforderungen (sich argumentativ gegen englische Muttersprachler durchzusetzen, die selbst nicht gerade auf den Kopf gefallen waren, ist gar nicht so leicht) um viele Erfahrungen reicher waren.

Doch stellte sich heraus, dass die größte Herausforderung von allen noch auf uns Dalbergianer wartete – die Heimfahrt. Nachdem die Hinfahrt mit der Bahn so problemlos verlaufen war, hätten wir schon mit Komplikationen rechnen müssen (die wenigsten gewinnen zwei mal hintereinander im Lotto), die dann mit der Nichtexistenz unserer Anschlusszüge auch tatsächlich eintraten. Nach ermüdenden Diskussionen mit den wie immer sehr zuvorkommenden Bahnmitarbeitern wurden wir dann über andere Züge umgeleitet und Sonntag abends mit einem letzten „Sänk ju for dräffeling wiss Deutsche Bahn“ in heimatliche Gefilde entlassen.

Doch trotz der Anstrengungen hat allen das MEP sehr viel Spaß gemacht, und viele der diesjährigen Teilnehmer werden auch nächstes Jahr dabei sein, wenn es wieder heißt: „Germany-12: You have been recognised“
Niclas Förtig und Marielle Jakob, K12