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Austausch mit HongKong


Endlich: Der Hong Kong - Reisebericht von Sarah
22.01.2010

Wir flogen in 3 Gruppen, eine Lehrkraft und jeweils sechs Schüler.
Die Gruppe von Frau Wagner flog Über Dubai nach Hong Kong, die Gruppe unter der Leitung von Frau Freiberg, einer Lehrerin des Julius-Echter-Gymnasiums aus Elsenfeld mit einem unserer Schüler über Istanbul und Herr Lips’ Gruppe, zu der ich auch gehörte, über Peking nach Hong Kong.




 

 

 

Samstag, 31.10.2009 – letzter Tag in Deutschland

Gestartet in Frankfut / Main kamen wir nach unserem Flug mit Air China über Peking heil, aber etwas später als geplant (bedingt durch Buchungsfehler und Schweinegrippe-Untersuchungen) am modernen Flughafen in Hong Kong an. Um dem Stress, Panik und Müdigkeit der letzten 11 Stunden noch den letzten Schliff zu geben, wurde meiner Freundin Vanessa und mir am Flughafen mitgeteilt, dass sich  unsere Koffer „leider noch in Peking, bzw. Shanghai befänden und leider nicht mit nach Hong Kong geflogen worden seien“.
-Na super!-
Doch die netten Herren von der baggage equiery versicherten uns, unser Gepäck so schnell wie möglich nachfliegen zu lassen. Nach erstem Geldwechseln und  einem Abendessen bei Burger King, sind wir mit der Metro in die Stadt und mit dem Taxi den Mount Davis ( mit seinen hundert Serpentinen )hoch zur Jungendherberge gefahren. Nachdem wir unsere Zimmer (ausgestattet mit 2 Stühlen, 2 Nachttischen, 1 Steckdose und Stockbetten und 1 Klimaanlage) bewohnbar gemacht und erste Bekanntschaften mit der Gruppe aus Elsenfeld gemacht hatten, beendeten wir den Tag mit dem Verteilen des „Octupus“( einer Karte, mit der man von Verkehrsmitteln über 7-Eleven bis hin zu McDonalds alles bezahlen kann), nicht ohne die nächtlich hell erleuchtete Skyline von Hong Kong bewundert zu haben.






Sonntag, 01.11.2009 - erster Tag

Nach dem „liebevollen“ ersten Wecken von Herr Lips startete die gesamte Truppe (im Laufe der Nacht ist der letzte Teil der Gruppe aus Dubai angekommen) trotz der 8 Stunden Zeitverschiebung und der dadurch verursachten leichten Müdigkeit in unsern ersten Tag in Hong Kong.
Nach einer kurzen Wanderung durch den tropischen Regenwald und einer kurzen Fahrt mit der alten Tram kamen wir in die Innenstadt Hong Kong Islands. Von dort aus ging es mit der U-Bahn nach Lan Tao zum Tempel der 10.000 goldenen Buddhas, einen prachtvoll und reich geschmückten Tempel auf einem Berg, den man nur mit Erklimmen des mit großen, goldenen, immer individuell gestalteten, teilweise sehr lustigen Buddha-Figuren gesäumten Weges und dessen Treppen erreichen kann. Das zweite Ziel war ein buddhistisches Frauenkloster in Kowloon.




Nach der Besichtigung eines Tempels (der Taschendieben und den Spielern der Pferderennbahn „Glück bringen“ soll) und dessen riesigen und wunderschönen Parkanlage, sind wir nach einer Stunde Freizeit in einem der vielen Shopping Center auf den In MongKok gelegenen, sehr beliebten Ladies Market gegenagen. Nach dem durchforsten des riesigen Ständemeeres traf man sich wieder, um dann mit der Star Ferry nach Kowloon zur Avenue of Stars und der Symphony of Lights zu kommen. Die Symphony of Ligths , eine musikbegleitete, 15 minütige Light-/Lasershow der Skyline von Hong Kong und die Avenue of Stars, die dem Walk of Fame gleicht und auf dem beispielsweise Jackie Chan verewigt wurde, waren wunderschön und jede Minute wert.
Nach einem Abendessen im Shun Tak Center (beispielsweise McDonald’s oder der kleine Koreaner an der Ecke), sind wir mit dem Shuttlebus wieder zurück zum Youth Hostel, wo nach diesem ersten beeindruckenden und schönen Tag in unsere Betten fielen.

 

 

Montag, 02.11.2009 – 2. Tag

Nach dem Frühstück bei Star Bucks im Shun Tak Center, fuhren wir mit der Ferry nach LamMa. Das ist eine kleine, von vielen Chinesen gern als Erholungsort genutzte Insel, deren meisten Bewohner ihren Lebensunterhalt mit Fischen oder dem Betreiben von kleinen Ständen oder (Fisch-)Resaurants verdienen. Beeindruckt von der Artenvielfalt der Flora gelangten wir von der Anlegestelle in Yung Shue Wan, nicht ohne von Herr Lips mit chinesischen Köstlichkeiten versorgt zu werden, zu unserem ersten Zwischenziel, einem kleinen Badestrand, an dem wir erstmal eine größere Pause einlegten, um das schöne Wetter zu genießen. Nach ausgiebigen sonnen, schwimmen und Muscheln sammeln, setzten wir unseren Weg über die Insel fort, rasteten kurz an Aussichtsplattformen, die einen wunderschönen Blick über die Insel und das Meer bieten und kamen nach einem längeren Weg in das kleine Dorf Sok Kwu Wan. Dort besichtigten wir den einer Meeresgöttin geweihten kleinen Tin Han Tempel und verbrachten die restliche Zeit damit, in einem der vielen Fischrestaurants zu essen (war total gut!!), sich in der Sonne auszuruhen und Fotos zu machen.
Wieder in der Jugendherberge machten wir uns schnell wieder frisch, weil am Abend ein Essen mit den im letzten Sommer kennengelernten Chinesen in einem Resataurant auf dem Plan stand. In diesem noblen und dank der Klimaanlage auch sehr kalten Restaurant gab es dann neben einer großen Gemüseauswahl Frühlingsrolle, Taube und (unglücklicherweise) wieder Fisch zu essen. Noch satt vom späten Mittagessen löste sich die Gesellschaft nach ca. einer Stunde auf. In drei Taxis fuhren wir, 3 Chinesinnen und ca. 10 unserer Gruppe zum ifc, dem größten Einkaufszentrum, das ich bisher gesehen hatte. Auf dessen Dach ließen wir den lustigen Abend ausklingen, fuhren mit dem -im Vergleich zu deutschen Preisen- sehr billigen Taxi zum Youth Hostel zurück.






Dienstag, 03.11.2009 – dritter Tag

Nach dem Frühstück in dem neu entdeckten Pacific Coffee (ähnelt Star Bucks), fuhren wir mit der Fähre nach Lan Tao in das Dorf Tai O. Selbstständig streiften wir dort durch die vielen verwinkelten Gassen des Fischerdorfes. Danach besuchten wir das Kloster Gnong Ping, wo man den weltgrößten sitzenden Buddha, den Tian Tan Buddha, bestaunen kann.
Nach zahlreichen Fotos und einem sehr guten Essen (gebratene Nudeln mit Gemüse) mit exotischer Nachspeise (glibbrige, von der Konsistenz her an Quallen erinnernde, mit Schokolade gefüllte Kokoskugeln!!), ging es dann mit dem Bus zur Slivermine Bay von Lan Tao Island, wo wir, nach einem kurzen sonnigen Spaziergang am Strand, eine Treppe hinaufstiegen; eine lange, mit 1200 Stufen (oder mehr) versehene Treppe!! An ihrem Ende kamen wir alle nach und nach verschwitzt und aus der Puste bei der Aussichtsplattform an, wo wir uns erst mal mit Gummibärchen und Deo rehabilitierten. Nach einem kleinen Abstieg durch den Dschungel gelangten wir zu einem kleinen Trapistenkloster. Dort durften wir den Mönchen bei ihrem Gottestdienst zusehen und zuhöre, wobei keiner von uns im Stande war auch nur ein Wort unter den vielen kantonesischen rauszuhören. Nach einem weiteren Abstieg mit einer kurzen Wanderung durch ein Armenviertel, kamen wir  zur Discovery Bay, dem Villen, bzw. Reichenviertel Hong Kongs. Von dort aus ging es mit der Fähre zurück zum ifc, bzw. McDonald’s, zurück zur Herberge, unter die Dusche und nach einer kleinen Nachtwanderung zur Spitze des Mount Davis, ins Bett.



Mittwoch, 4.11.2009 – vierter Tag

Nach dem alltäglichen Frühstück im Shun Tak Center, welchen mittlerweile Weihnachtlich geschmückt worden war, kam die Gruppe nach einem kurzen Fußmarsch auf den Western Market, einen Frischwarenmarkt, und konnte sich an der Zerlegung frischen/vor wenigen Sekunden gestorbenen Fisches „erfreuen“. Dieser eindrucksreiche und laut Herr Lips Aussage zufolge „im Vergleich zu sonst, harmloser“ Besuch ging mit der Besichtigung eines dem Markt nahe liegenden Tempels „für Taschendiebe“ über. Im Inneren wird das Sehen und Atmen durch die eher kleinen und großen Räucherspiralen erschwert; draußen steht ein riesiger Ofen,
in dem Briefe, Bittzettel und  Gebete für die Ahnen verbrannt werden. 

Weil mittwochs alle Museen keinen Eintritt verlangen, besuchten wir in Kowloon 2 Museen. In 2 Gruppen geteilt, besuchte die eine unter der Leitung von Herr Lips das Museum of Sience und das Museum of History
und die ander das Museum of Art und danach das Museum of Space. Zuletzt genanntes war leider geschlossen, sodass sich der Museumsbesuch mit Frau Freiberg um einiges verkürzte. Das Museum of Art bot eine große Anzahl an chinesischen Bildern, Porzellan-, Bronze-, Ton- und Glaskunst, die sich über 4 Etagen erstreckt. Voll mit chinesischer Kunst löste sich meine Gruppe am Frühern Nachmittag auf, um etwas zu essen, Geld auszugeben oder einfach nur die Aussicht auf die Skyline von Hong Kong zu genießen. Die gesamte Truppe traf sich dann am späten Nachmittag wieder und fuhr mit dem Bus zu einem beliebten Touristenzeil Hong Kongs: the Peak, eine Aussichtsplattform auf dem höchsten Berg der Stadt. Dort angekommen, hatten wir die Mögkichkeit etwas zu essen , uns mit Souvenirs auszustatten, den Berg zu erklimmen und / oder tolle Fotos von Meer und Stadt während des Sonnenuntergangs und bei Nacht zu machen. (The Peak ist ein MUSS für jeden, der nach Hong Kong kommt!!) Bevor es wieder mit dem Bus zurück zum Shun Tak Center ging, wurden noch Postkarten gekauft. Am Shun Tak fuhr ein Teil der Gruppe zur Herberge, während der Rest den Abend in einer Cocktailbar ruhig ausklingen ließ.




Donnerstag, 05.11.2009 – fünfter Tag

Bevor sich die Gruppe dem für den Tag geplanten Ziel widmete, ging es erstmal  - obligatorischer Weise – zum Shun Tak Center/ Star Bucks oder Pacific Coffee. Dort – so stellten wir fest – konnten die Besucher kostenfrei ins Internet, was zwar Genugtuung verschaffte, da in Deutschland miesestes Wetter war, aber auch mit Verlust seines Platzes auf einem der gemütlichen, großen, roten Ohrensessel zur Folge hatte.
Nach dem Frühstück teilte sich die Gruppe in 2 große und eine „Ein-Frau“-Gruppe. Für diesen Tag standen zur Auswahl: Bezwingen des Wilson Trails mit Herr Lips, ein Ausflug in den Ocean Park oder ins Disney Land Hong Kong. Mangels Interesse der Gruppenmitglieder besuchte Frau Wagner alleine Disney Land während sich die anderen in ca. gleich großen Gruppen dem Wilson Trail oder dem Ocean Park zuwandte.
- In meinem Fall : Ocean Park -
Dank des Rates von Herr Lips erkundeten wir erst den Teil des Parks, in dem sich die Fahrgeschäfte befanden, weil man dort am frühen Vormittag meist nicht anstehen musste.
Mit Abstand am besten in Erinnerung gebliebene ist und war die „Racing River“ Wildwasserbahn, in deren Vergleich die deutschen Wildwasserbahnen ein Witz sind; nach einer Fahrt mit einer Wildwasserbahn in Deutschland – egal, ob auf dem Aschaffenburger Volksfest oder im Europapark – ist man ein wenig, ein klitzekleines bisschen angespritzt.
In Hong Kong dagegen ist man hinterher von oben bis unten, duch alle Kleiderschichten, mit Rucksack einfach nur PATSCHNASS!!
Dank der Sonne, die den ganzen Tag über schien, war das nicht besonders tragisch, aber für jeden ein Erlebnis, an das man sich mit einem breiten Lächeln zurückerinnert.
Während einer Essenspause (Corndogs sind nicht zu empfehlen!) wurden wir von vielen, unhöflichen und dreisten Chinesen (auf Grund unserer offensichtlichen nicht-asiatischen Abstammung) fotographiert, was die Stimmung etwas herunterzog. Nach einer tollen Delphinshow, verschiedenen Aquarien mit noch nie gesehenen Meerestieren, den Pandabärengehegen und einem kurzen Abstecher zu einem Glücksbrunnen, beendeten wir den Tag mit einem sehr teurem, aber sehr guten Abendessen im Restaurant des Marco Polo Hotels in Kowloon.




 Freitag, 06.11.2009 – sechster Tag

Für en Tag war ein Tagesausflug nach Macau angesetzt. Mit der Fähre, dem so genannten Turbo Jet, kamen wir nach einer einstündigen Fahrt in Macau an. Von der Ferry Stationging es mit dem Bus zum Largo do Senado, dem Platz des Senats, an
dem auch das Senatsgebäude, Leal Senado (gilt als schönster Kolonialbau im fernen Osten), bewundert werden kann. Weiter, durch die Fußgängerzone, besichtigten wir die Kirche (und ehemalige Kloster) Sao Domingo, eine domenikanische Kirche, die in ihren Obergeschossen eine Kirchenschatzaustellung beherbergt.
Danach ging es zu den Ruinas do Sao Paolo, die Ruinen der St. Paulus Kirche. Von der Kirche ist nur noch der vordere Teil der Außenfassade erhalten, der Rest ist bei einem Großbrand zerstört worden. Anbei ist auch noch eine Crypta, nach deren Besuch setzten wir unseren Weg bei strahlendem Sonnenschein zur Fortolezza  de Sao Paolo do Monte, auch bekannt als Montefestung, die einen wunderschönen Blick über die Stadt bietet. Weiter zum Jardin do Comoes, einem Park (benannt nach dem portugischen Dichter Comoes), der als Spiel – und Sportplatz dient. Nach einer Pause, in der man die sehr lustigen Sportgeräte, die dort zum Nutzen der Allgemeinheit stehen, teilte sich die Gruppe in 2 Teile; in die einen, die weiter shoppen wollten und in die anderen, die mit Herr Lips nach einem Besuch in einem Tempel für Glücksspieler zum Fernsehturm von Macau wollten.



Vom Macau Tower ist es möglich sich per Bungee Jump oder Sjy Jump in die Tiefe zu stürtzen.
Die Wagemutigen gingen los, um sich die Sache genauer anzusehen; leider wurde nichts aus dem Sprung, weil die Preise (laut Herr Lips in den letzten Jahren sehr) gestiegen sind und wir nicht genug Zeit hatten, um rechtzeitig wieder zum Rest der Gruppe zustoßen zu können – leider Pech gehabt.

Nach der Ankunft in der Herberge ist ein Teil der Gruppe, um den Tag doch noch lohnenswert zu machen, noch mal nach Kowloon, um auf das im Marco Polo Hotel stattfindende „German Oktoberfest“ zu gehen.
Das stellte sich wiederum als Flopp heraus.   Jenny, Clara und ich genossen den Rest des Abends mit Aussicht auf die Skyline vom IFC (höchster Wolkenkratzer).
So endete auch dieser Tag.

 

Samstag, 07.11.2009 – siebter Tag

Nach dem Shun Tak Frühstück fuhren wir mit der Fähre auf die Insel Cheung Chao. Dort wanderten wir zum höchsten Punkt der Insel, einer Aussichtspavillon, von dem man eine tolle Sicht auf die Insel und die umliegenden Inseln hat. Nach dem Abstieg wollte jeder nur noch so schnell wie möglich in oder ans Meer; die Gruppe teilte sich, die einen blieben an dem weniger schönen Strand, die anderen wanderten noch ca. 90 Minuten zum „Paradies-Strand“. Der restliche Nachmittag wurde dann zum shoppen, baden und letztem Sonnetanken genutzt. Gegen Abend ging es mit der Ferry zur Discovery Bay, wo eigentlich ein Konzert mit „unseren“ Chinesen besucht werden sollte, klappte beides aber nicht, also wurde kurzer Hand ein 7 ELEVEN „leergekauft“ und der letzte Abend mit einem Picknick eingeläutet. Ein Teil der Gruppe fuhr um 22:00 Uhr mit der Fähre zurück nach Hong Kong Island, um dort entwerder direkt zum Youth Hostel zurück zu fahren oder den letzten Abend gebürtig zu feiern!!



Sonntag, 08.11.2009 – letzter Tag

Nach dem Kofferpacken und dem Räumen der Zimmer wurde ein letztes Mal im Shun Tak Center gefrühstückt und eingekauft. Mit dem Bus ging es dann nach Stanley auf den Stanley Market. Dort wurden die letzten „ I love HK“ –Shirts gekauft und ein letztes mal chinesisch McDonald’s  und das von Herr Lips spendierte italienische Eis gegessen.
Bald darauf trennte sich unsere große Gruppe, da die ersten schon bald im Flieger nach Peking und weiter nach FFM sitzen mussten.
Auf dem Weg zur Herberge kamen wir noch an der Börse von Hong Kong vorbei, sahen kurz Bulle/hier: Büffel und Bär und fuhren dann mit dem Taxi zum Youth Hostel. (Während wir im Taxi saßen, fing es das erste Mal diese Woche an zu regnen.)
Bald darauf fuhren wir mit dem Shuttlebus und der Metro zum Flughafen, wo wir um 19:00 Uhr Ortszeit geboarded haben und um 20:00 Uhr losgeflogen sind. Um 23:30 Uhr erreichten wir die Hauptstadt, schlugen die 90 Minuten bis zum nächsten Flug mit Schlafen tot, kamen  - trotz einer kleinen Panikattacke, weil ein Mitglied auf einmal spurlos verschwunden war - um 01:00 Uhr in die Maschine nach Frankfurt. Neun ungemütliche Stunden später landeten wir müde und erschöpft in Deutschland, trennten uns (mit ALLEN KOFFERN!!) und wurden dann auch  von unseren Familien abgeholt, um wieder in den normalen Alltag zurückzukehren.


Das war’s.
Eine Reise um die halbe Welt ist zu Ende. Für die, die das erste Mal in Hong Kong waren, war es unvergesslich!!
Und für die, die das zweite oder dritte oder einundreißigste Mal dort waren, war es die Sache natürlich auch wert!
Wir vermissen Hong Kong mit all den kleinen Dingen, die diese riesengroße Stadt aus- und sehenswert machen, jetzt schon.
Es ist zwar sehr schade, dass die Zeit so schnell verging, aber es war ja nicht die letzte Exkursion mit Herr Lips, ohne den die Reise nicht so interessant und lustig gewesen wäre.

      

Sarah Dönges, 10d

 

Update "Eure besten Fotos", zusammenstellt von Sara Dönges:



 


Back from the far side of the world
19.11.2009

Unendlich schöne Eindrücke von der Fahrt nach Hongkong

Zehn Tage hat es gedauert, den Hongkong-Artikel zu verfassen - der irgendwie doch nicht all das schöne, aufregende, interessante und abenteuerliche dieser Fahrt wiedergeben kann. Ein Fotobericht...

 

 

Für neun Tage haben insgesamt 15 Dalbergianer unter der fachkundigen Führung von Herrn Werner Lips die Weltmetropole Hongkong erkundet. Mit dabei waren weitere fünf Chinesisch-Schüler der Realschule Elsenfeld, sowie die Lehrerinnen Ivonne Freiberg und Maili Wagner.

Es ist, wie gesagt, nicht leicht, die Erlebnisse von einer Reise quer um den Globus in eine völlig andere und aufregende Welt in Worten wiederzugeben - wir lassen Bilder sprechen...

 

Der erste Eindruck: Blick von der Jugendherberge auf den Hafen und einen Teil der Stadt

"Ladies Market": In der Abenddämmerung kann man gelassen einkaufen

Fällt ins Auge: Chinesische Leuchtreklame im Dunkel der Nacht

Der erste Morgen in einer neuen Welt: Göttlicher Blick vom "Tempel der 1000 Buddhas".

Zwischenstopp vor dem Aufstieg zum Tempel in bester Gesellschaft von zwei der insgesamt 1000 goldenen Statuen.

Wir konnten nicht schnell genug sein mit den Kameras - so viel gab es zu bestaunen!

Bemerkenswerte Flora & Fauna bei tropischen Temperaturen

Tempel inmitten der unzähligen Hochhäuser der Stadt

So sieht das aus der Entfernung von der Fähre fotografiert aus...

... mit der wir am nächsten Tag auf die Insel LamMa gefahren sind.

Beim Wandern konnten wir nur schwer der Versuchung widerstehen, sonnengereifte Papayas direkt vom Baum zu pflücken.

Das Ziel der Wanderung auf LamMa: Ein traumhafter Strand!

Am Abend: Flanieren entlang der "Avenue of Stars" mit Blick auf die Skyline von Hongkong.

Um punkt 20:00 Uhr startete das Lichterspiel der Wolkenkratzer zu den Klängen der "Symphony of Lights", die auf der gesamten "Avenue of Stars" zu hören war.

Mittags darauf gab´s fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte, den wir natürlich nur mit Stäbchen gegessen haben.

Gegen Abend sind wir auf den "Peak", den höchsten Gipfel Hongkongs gefahren, wo die noblen Villen stehen.

Die Aussicht vom Peak ist sagenhaft!

Also sind wir kurzerhand bis zur Dunkelheit geblieben! Wow!

Auch das "Spielerparadies" Macao haben wir besucht, allerdings tagsüber, wie hier in einer geschäftigen Gasse im historischen Zentrum.

Beim Aufstellen fürs Gruppenfoto in der historischen Altstadt

Herr Lips gibt wissenswertes zur Geschichte von Macao und dem portugiesischen Einfluss preis.

"Baronin Münchhausen" blickt vom ehemals portugiesischen Schutzwall herunter.

Verkehrsmittel in Macao - der Slogan "City of Dreams" ist Programm beim Glücksspiel.

Dieses Verkehrsmittel zurück in Hongkong war uns doch etwas vertrauter...

...ebenso wie der Weg über das Wasser, von Fähren bis hin zu einfachen Fischerbooten, die durchaus ein wenig geschaukelt haben.

Sarah freut sich über ihren Koffer, der mit einigen Tagen Verspätung in der Jugendherberge ankam.

Beim Abendessen mit den chinesischen Schülern der German Swiss International School, unserer Partnerschule:

Frau Freiberg, Herr Lips, Frau Wagner und Mr. McNally.

Kloster Ngong Ping auf der Insel LanTau, im Hintergrund sitzt der weltweit grösste Buddha auf dem Gipfel.

Begegnungen auf der Insel Cheung Chao...

... und im Disneyland Hongkong.

Und noch einmal ein Teil der Skyline... es war einfach sooo beeindruckend schön!!!

Sonnenuntergang am Peak

 

Wir werden uns sicher noch lange an diese beeindruckende Fahrt erinnern - Herrn Lips gilt allergrößter Dank dafür, dass er jedes Jahr auf so professionelle Art und Weise den Dalberg-Schülern die chinesische Kultur näher bringt und es versteht, Interesse und Gefallen für das "ferne Ende der Welt" zu wecken.

Maili Wagner


Update "Eure besten Fotos" zusammengestellt von Sara Dönges:


 


Exkursion nach Hong Kong 2006

Hier ist der schon lange erwartete Bericht über die Hong Kong Reise in den letzten Herbstferien...


Die Artikel wurden von verschiedenen Schülern, die an der Exkursion teilnahmen, geschrieben.

Donnerstag, 2.11.06

Nach einer schlaflosen Nacht im Flugzeug kamen wir am modernen Flughafen in Hong Kong an. Dort konnten wir gleich unseren "Octopus", mit dem man von Verkehrsmitteln über 7-Eleven bis hin zu McDonalds alles bezahlen kann, ausprobieren. Bei der Busfahrt in  Hong Kong kamen wir mit bekannten 90er-Liedern im chinesischen Techno-Style gleich in Stimmung. Trotz der 7 Stunden Zeitverschiebung und unserer Müdigkeit starteten wir eine Stunde später tapfer in den Tag. Direkt vor der Tür des Youth Hostels ging es ab in den tropischen Regenwald, um in das Zentrum Hong Kongs zu gelangen. Mit der berühmten "Star Ferry" kamen wir nach Kowloon und besichtigten dort ein buddhistisches Frauenkloster. Doch um uns nicht nur eine religiöse Seite Hong Kongs näher zu bringen, gingen wir gleich im Anschluss zum belebten daoistischen Tempel Wong Tai Sin. Im bunt geschmückten Tempel, der uns wie ein Gegensatz zum ruhigen und schlichten buddhistischen Kloster erschien, ließen wir uns von den geheimnisvollen Wahrsagern unsere Zukunft vorhersehen. Nach einer Stunde Freizeit in einem von unserem Lehrer Herrn Lips neu entdeckten Shoppingcenter hatten wir danach im Shun Tak Center große Auswahl für unser Abendessen. Zurück auf dem Mount Davis beendeten wir unseren Tag erschöpft von den vielen neuen Eindrücken mit Zähneputzen unterm Sternenhimmel, während wir die tolle Aussicht auf die Skyline Hong Kongs genießen konnten.

 

Freitag, 3.11.06
Am zweiten Tag unserer Reise brach ein Teil der Gruppe auf, um das deutsche Generalkonsulat zu besuchen, der andere Teil besichtigte einige Tempel und den HongKong-Park. Im Konsulat folgte ein sachlicher, rundum informativer Vortrag zu Hongkong. Dieser beschäftigte sich unter anderem mit der geographischen Lage Hongkongs, dessen wirtschaftlicher Bedeutung im Perlfluss-Delta, seiner Geschichte und außergewöhnlichen politischen Stellung als ehemalige britische Kolonie (heute gehört Hongkong ja wieder zu China, genießt aber die Rechte einer Sonderwirtschaftszone). Bei den sich an den Vortrag anschließenden Fragen ging es hauptsächlich darum, wie man Mitarbeiter des Konsulats wird und wie das Leben solch eines Mitarbeiters aussieht.
Danach traf sich die ganze Gruppe wieder am Pier, um nach Lama Island zu fahren. Dies ist eine kleine Insel, die von den Chinesen gern als Erholungsort genutzt wird. Nachdem wir auf der Insel angekommen waren, brachen wir zu einem Strand auf, wo wir eine Zeit lang badeten. Auf dem weiteren Weg über die Insel kamen wir immer wieder an schöne Aussichtsplattformen, von denen man den Blick über die wildromantische Insel genießen konnte. Danach wanderten wir wieder zum Pier und fuhren gemeinsam mit der Fähre zurück nach HongKong.

Samstag, 04.11.06
Am dritten Tag unserer Reise gingen wir bei unserem nachmittäglichen Ausflug in einer relativ kleinen Gruppe (unter der Leitung von Herrn Claus und Frau Scheidler) in die nicht allzu weit entfernte "Nathan Road". Dort hatten wir ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit, um uns mit der Umgebung vertraut zu machen und nach Herzenslust unser Geld auszugeben. Beeindruckt von den immens vielen, kunterbunten und blinkenden Werbetafeln wurden auch hier wieder einmal einige Speicherkarten und Fotofilme gefüllt. Nach unseren eigenen Erkundungstouren fanden wir uns am vereinbarten Treffpunkt wieder, um gemeinsam in das nahegelegene "China-Kaufhaus" zu gehen. Dort trafen wir auf höchst freundliche Verkäuferinnen, die uns gerne beim Kauf von getrockneten Pilzen oder seltsamen Dosengetränken behilflich waren. Nicht zu vergessen die wunderbaren Massagesessel im Untergeschoss.
Danach begaben wir uns auf den Weg zurück, um den Rest der Reisegruppe wieder zu finden. Treffpunkt war der Platz an der Anlegestelle der "Star Ferry" in Kowloon. Von da an hatten wir nun ca. 45 Minuten Zeit, uns noch einmal mit Essen zu versorgen, bevor es mit Bus und Metro nach MongKok auf den "Ladies Market" ging. Dort angekommen funkelten unsere Augen, als wir in der nächtlichen Dunkelheit ein Meer von Ständen und Menschen sahen. Sofort wurden wir auf die Verkäufer losgelassen und 2 Stunden später, ein wenig abgehetzt, behangen mit Tüten und sicherlich ein paar Hong Kong Dollar leichter trafen wir uns an der U-Bahn Station wieder, um mit der Metro zum Bus und somit nach Hong Kong Island zurück zu fahren. Ca 1 1/2 Stunden später fielen wir todmüde ins Bett.


Sonntag, 5.11.06

Nachdem wir im ShunTak Center ein relaxtes Frühstück eingenommen hatten, fuhren wir mit Tram, V-Bahn und Fähre auf die Insel CheungChau. Dort wanderten wir erst ein Stück am Ufer der Insel entlang, bis wir uns in Richtung Inselmitte wendeten und den Berg bestiegen, der uns durch ein Wäldchen zum höchsten Punkt der Insel führte. Dort machten wir in einem Pavillon eine kleine Rast und hatten von dort aus einen wunderschönen Ausblick auf Hongkong und die umliegenden Inseln. An diesem heißen Tag war der Aufstieg ziemlich schweißtreibend gewesen und danach brauchten wir dringend eine Erfrischung. Deshalb suchten wir uns einen dieser paradiesischen Strände aus und stürzten uns ins Meer. Anschließend hatten wir dann noch den ganzen Nachmittag Zeit, uns zu sonnen oder zu baden.
Gegen Abend ging es mit der Fähre wieder zurück nach Hongkong Island, wo wir uns mit Fr. Ziegler und einigen deutschlernenden chinesischen Schülern der GSIS in einem chinesischen Restaurant zum Abendessen trafen. Dort schlugen wir uns mit den vielen chinesischen Köstlichkeiten, von denen man den Namen besser nicht wusste, den Bauch voll. Anschließend fuhren wir dann gut gesättigt mit dem Bus zurück zur Jugendherberge.

Montag, 6.11.06

Nach einer kurzen Nacht auf harten Betten nahmen wir schon wie selbstverständlich Platz im Jugendherbergsbus, der uns zu einem Frühstück ( wahlweise McDonald"s oder Starbucks ) ins vertraute und mittlerweile liebgewonnene Shun Tak - Centre brachte. Ein Kaffee beförderte auch die letzten von uns in den Tag und frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg in Richtung Hafen zu einem wartenden Bus der uns zu unserer Partnerschule, der German Swiss International School, bringen sollte. Nach einer halsbrecherischen Busfahrt (die uns atemberaubende Einblicke in das grandiose Stadtbild gewährte) fanden wir uns hoch über der Stadt in einem Meer von Schülern und Eltern der Schule wieder. Sofort wurden wir herzlich vom Schulleiter, einigen Lehrern und unseren Austauschschülern empfangen und nach einem kurzen Rundgang durchs Schulgebäude machten wir uns bereit für die 45 minütige Wanderung auf den Peak, den Gipfel des höchsten Berges Hong Kong"s und beliebtes Touristenziel. Dort angekommen, hatten wir die Möglichkeit, uns in einem der zahlreichen Souvenirshops mit Andenken auszustatten oder einen Stopp im Mc Donald"s einzulegen, bevor eine halbstündige Wanderung um den Peak Gelegenheit bot, die Chinesischen Austauschschüler näher kennen zu lernen. Noch ein kurzes Panoramafoto von der Aussichtsplattform des Peak Towers und schon machten wir uns mit Hilfe der Peak Tram auf den Weg hinunter in die pulsierende, mittlerweile hell erleuchtete Stadt und zur heimischen Jugendherberge. Erschöpft dort angekommen, erwartete uns auch schon Frau Zieger, die Leiterin des Austauschs in Hong Kong und ursprüngliche Großostheimerin, mit allen Zutaten für ein rundum gelungenes Barbecue, zu dem später dann auch die Chinesen kamen. Nach einem schönen und geselligen Abend in allen  erdenklichen Sprachen wurde es leider Zeit für die teilweise tränenreiche Verabschiedung, den letzen Adressenaustausch und schließlich auch zum Schlafen gehen.

 

Mittwoch 8.11.06

Morgens wurden erst einmal alle Koffer in einem Zimmer untergebracht und wir mussten unsere Zimmerschlüssel abgeben. Dann fuhren wir, wie jeden Morgen, zum Shun-Tak-Center, um dort etwas zu frühstücken.

Anschließend ging es für uns Richtung Stanley Market. Auf dem Stanley Market hatten wir noch einmal die Möglichkeit, uns mit Klamotten, Schuhen etc. einzudecken. Nach einem kleinen Mittagessen im McDonalds ging es mit dem Bus wieder zurück in die Jugendherberge. Dort verbrachten wir noch einmal einige Zeit, bevor es am Abend Richtung Flughafen ging. Nachdem alle eingecheckt hatten, wollten wir noch einmal die Gelegenheit nutzen, um unser Geld zu wechseln. Wir wurden jedoch davon abgehalten, da unser Flug einige Minuten früher losflug als geplant. Doch am Ende waren wir vollzählig im Flugzeug erschienen und sind ca. 11 Stunden Richtung Frankfurt geflogen. Müde und unausgeschlafen ging es von dort mit dem Zug ab nach Hause. Leider. Wir werden die Zeit dort vermissen.


Hier gehts zur Fotoshow

Hier gibt"s die neue Fotoshow von Hongkong!

 


Berlinfahrt des Chinesischkurses

zum 1. Chinesischtag der deutschen Schulen

am 25./25.06.2006

 

 

Ein besonderes Schmankerl bot die Chinesische Botschaft in Berlin unseren Teilnehmern am Wahlfach Chinesisch an diesem Wochenende: Wir waren zum 1. Chinesischtag der deutschen Schulen am Samstag, den 24.06., eingeladen, mitten ins WM-Fieber von Berlin.

 

 

Früh am Morgen ging es mit dem ICE entspannt nach Berlin, wo wir im nagelneuen Hauptbahnhof, der erst im Mai dieses Jahres eröffnet worden war, ankamen. Hier grüßten uns schon die ersten Schlachtgesänge der anreisenden Fußballfans, also legte auch unsere Gruppe Tarnfarbe in Schwarz-Rot-Gold auf – man will ja nicht negativ auffallen…

In der Jugendherberge angekommen, wurde es dann zunächst einmal stressig: Die Herberge hatte ein komplettes Stockwerk an Zimmern doppelt gebucht, und während unsere Jungs schon relaxten, standen die Mädchen vor bereits belegten Zimmern. Mit dem Versprechen der Herberge, das Ganze zu klären, zogen sie sich schließlich in den Jungenzimmern um, schlangen noch schnell das von der Botschaft bereitgestellte Mittagessen hinunter, und ab ging´s zum Chinesischtag.

Hier empfing der Vertreter des chinesischen Botschafters die Schüler von 33 Schulen aus ganz Deutschland. Vor diesem großen Publikum führte jede Schule eine vorbereitete Präsentation auf Chinesisch auf – wir sahen Sketche, hörten Lieder usw. Das Niveau war hoch (manche der teilnehmenden Schulen bieten Chinesisch sogar als Grundkurs an), und dementsprechend nervös war die Dalberg – Truppe, die dennoch ihren Sketch über den Zusammenprall chinesischer und deutscher Kultur in einem Biergarten trotz kurzer Vorbereitungszeit souverän und lustig präsentierte. Hier geht ein ganz besonderer Dank an Carolin Rosbach, die unter nicht ganz einfachen Bedingungen den Sketch schrieb und einstudierte!

Insgesamt war durch die große Zahl der teilnehmenden Schulen das Programm recht lang. Trotzdem wurde der Abschluss des Tages durch ein klassisches Programm eines deutsch-chinesischen Jugendorchesters gebührend beklatscht, und tosenden Applaus erntete die letzte Aufführung einer traditionellen chinesischen Musikgruppe – er übertraf sogar den Beifall für die eintreffende Nachricht vom 2:0-Sieg der deutschen Mannschaft über Schweden.

Anschließend konnten wir uns an einem hervorragenden Buffet, bereitgestellt von der Botschaft, stärken, bevor wir zurück zur Jugendherberge gingen, um dort wiederum vor bereits belegten Zimmern zu stehen… Als dann endlich alle Schülerinnen gut untergebracht waren und auch der letzte müde Schüler sich vor der Herberge eingefunden hatte, nahmen wir die S-Bahn zur Innenstadt und besuchten die Fanmeile am Brandenburger Tor, wo die Fußballfans noch die Verlängerung des letzten Spiels des Tages sehen konnten. Die Nicht-Fans besuchten das Holocaust-Mahnmal, das bei Nacht eine ganz besondere Stimmung hat und einen großen Eindruck auf uns hinterließ. Sony-Center (von hier aus überträgt das ZDF seine Fußballreportagen) und MacDonalds beendeten einen langen und anstrengenden Tag.

Nichts desto trotz standen wir am nächsten Morgen pünktlich um 7.45 mit gepackten Koffern und Frühstück im Bauch wieder vor der Herberge, bereit für eine Führung in den Plenarsaal des deutschen Bundestages und die fantastische Konstruktion der Reichstagskuppel. Auf der folgenden Spreefahrt zeigten sich die ersten Opfer der kurzen Nacht, die erst an den Fontänen vor dem Bundeskanzleramt wieder richtig wach wurden..

Danach gingen wir über die Fanmeile zum Brandenburger Tor, Unter den Linden bis zum Berliner Dom und beschlossen unseren Rundgang im atmosphärischen Nikolaiviertel, bevor wir uns auf den langen und anstrengenden Heimweg begaben.

 

Unser Dank für dieses erlebnisreiche Wochenende gilt der Chinesischen Botschaft, die uns diese Fahrt ermöglichte. Fahrtkostenzuschuss, Mittagessen, Buffet, Übernachtung, Frühstück, dazu noch für jeden Teilnehmer ein Erinnerungs-T-Shirt – dieses Angebot war wirklich äußerst großzügig! Der Ansturm an Schulen, die es wahrnehmen wollten, war enorm, und wir bedanken uns dafür, das uns die Teilnahme ermöglicht wurde.

Es war ein Wochenende, das wir bestimmt nicht so schnell vergessen werden! Und natürlich gibt es davon auch viele Fotos - schaut mal rein!            M. Pfeifer

 

 

 

 

 

Hongkongaustausch im März 2005

 

 

 

 

 

In den Osterferien dieses Schuljahres fuhr eine 20köpfige Schülergruppe für eine Woche unter der Leitung von Herrn Lips zum Schüleraustausch nach Hongkong.
Nachdem wir uns nun von den Strapazen erholt haben, haben wir das Erlebte, gespickt mit vielen Bildern, als Tagebuch für euch zusammengestellt. Viel Spaß!

 

Montag 21.03.2005 - Anreise

Dennis Kolligs

 

Am 21.03.05 trafen wir uns am frühen Vormittag am Hauptbahnhof in Aschaffenburg. Unsere Reisegruppe bestand aus 20 Schülern und 6 Erwachsenen. Etwas aufgeregt stiegen wir in den Zug, der uns zum Frankfurter Flughafen beförderte. Jetzt galt es, die endlos erscheinende Zeit bis zum Abflug zu überbrücken. Wir bummelten also durch das Flughafengebäude und landeten in dem einen oder anderen Café oder Bistro. Endlich, gegen 14 Uhr, konnten wir in den Jumbo Jet der Cathay Pacific Airlines einsteigen. Unser Flug war sehr ruhig und dauerte rund 11 Stunden. Gespannt auf die kommende Zeit erreichten wir Hongkong etwa gegen 7 Uhr morgens Ortszeit.

 

 

 

Dienstag 22.03.2005 – Ankunft in Hongkong

H. Junker, K. Stoll und D. Zürn

 

Wir verließen das Flugzeug, holten unser Gepäck ab und sammelten uns letztendlich in der Eingangshalle. Dort wurde Geld getauscht und die Octopuskarte (eine Karte, mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und mit der man auch im McDonald´s und einer Supermarktkette namens Seven Eleven zahlen kann) gekauft. Danach warteten wir auf den Shuttle Bus, der uns zur Herberge bringen würde, und erfuhren unterdessen etwas über die Entstehung des Flughafens. Er liegt auf einer kleinen Insel vor LanTau, die extra dafür künstlich angelegt wurde. Die angrenzende Stadt Tung Chung existiert auch einzig und allein, damit die Flughafenangestellten eine Wohnstätte haben. Dann kam endlich irgendwann der Bus, und nach einer weiteren Stunde Fahrt durch Hong Kong und Umgebung erreichten wir die Jugendherberge, die auf einem Berg gelegen ist und eine fantastische Aussicht bietet.

 

Allerdings wurde uns dort keine lange Auszeit, geschweige denn eine Pause, gegönnt. Nach einer halben Stunde brachen wir erneut auf, um uns einen weiteren Kulturschock verpassen zu lassen. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Der Wanderweg schlängelte sich steil auf kleinen Treppen bergab durch einen Zauberwald der tropischen Vegetation. Leider hatten wir jedoch Pech mit dem Wetter: Ein heftiger Klatschregen überraschte uns auf halbem Weg und wir wurden klitschnass. Jetzt zwar durchnässt, dafür aber sehr heiter, erreichten wir die Tram-Station und fuhren mit der Straßenbahn zum Shun Tak Center. Dort stiegen wir aus und hatten einen vernebelten Blick auf die moderne Architektur Hong Kongs, nämlich auf die Bank of China und auf den IFC 2, den höchsten Tower. Wir stellten uns kurz beim Parlament, einem etwas älteren Gebäude, unter und hetzten anschließend zur U-Bahn. Diese brachte uns zur Fähre, die uns wiederum nach LanTau beförderte, wo wir den Tempel der 10.000 Buddhas besichtigten. Berauschend farbenprächtig und schon fast protzig erstrahlt dieser Tempel auf einem Berg. Nachdem wir uns den schweißtreibenden, mit großen goldenen Buddhafiguren gesäumten Weg hochgeschleppt hatten, konnten wir nun die gläubigen Buddhisten bei ihren verräucherten Ritualen beobachten und die vielen prächtigen Statuen bewundern. Anschließend gingen wir auf einen chinesischen Friedhof, wo wir in Teichen Schildkröten (Symbol für ewiges Leben) und Goldfische (Symbol für Reichtum) sehen konnten. Danach fuhren wir zu einem taoistischen Kloster, das ebenfalls sehr beeindruckend war. Auch dort konnten man viele Parallelen zum Buddhismus entdecken.

 

Nach der Erkundung der riesigen Anlage und der chinesischen Architektur fuhren wir schließlich zurück in die Stadt. Dort waren wir mit der Frau des Schulleiters der deutschen Schule in Hongkong (unsere Austauschschule) verabredet. Es erwartete uns eine kulinarische Exkursion in 13 (!) Gängen in die chinesische Küche, die selbst für die reisegeschulten Gaumen ein neues Erlebnis war. Nachdem wir uns den Magen vollgeschlagen hatten, schliefen wir fast schon an den Tischen ein. Schließlich kämpften wir mit einem enormen Jetlag. Danach fuhren wir in sechs Taxis zurück in die Herberge und fielen fix und fertig in die Betten.

 

 

 

Mittwoch 23.03.2005 – Besuch der Deutschen Botschaft / Museumstag

Bertolt Hyronimus

 

Nach einem ausführlichen Geldwechsel mit anschließendem McDonalds-Frühstück im Shun Tak Center begaben wir uns mittels Tram zum deutschen Generalkonsulat. Dort sahen wir uns zunächst mit einem sehr komplexen Fahrstuhlsystem konfrontiert. Darauf folgte ein sachlicher, rundum informativer Vortrag zu Hongkong. Dieser beschäftigte sich unter anderem mit der geographischen Lage Hongkongs, dessen wirtschaftlicher Bedeutung im Perlfluss-Delta, seiner Geschichte und außergewöhnlichen politischen Stellung als ehemaliger britischer Kolonie (heute gehört Hongkong ja wieder zu China, genießt aber die Rechte einer Sonderwirtschaftszone). Bei den an den Vortrag anschließenden Fragen ging es hauptsächlich darum wie man die Mitarbeiter des Konsulats wird und wie das Leben als solcher aussieht.

Nach dem wir das Konsulat verlassen hatten, fuhren wir direkt mit der U-Bahn nach Kowloon, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilten. Da Mittwochs der Eintritt in alle Museen frei ist, wollten wir einen Besichtigungstag einlegen. Die eine Gruppe besuchte das Museum of Science und das Museum of History. Die andere Gruppe ging zum Museum of Art und Museum of Space. Letzteres entpuppte sich allerdings schnell als ziemlicher Flop: Der größte Teil der Ausstellung schien auf kleine Kinder als Zielgruppe ausgerichtet zu sein und an den wenigen interessant aussehenden Sachen standen Schlangen von Menschen an. Sehr viel Neues erfuhren wir hier nicht über den Weltraum. Also entschlossen wir uns, das Museum of Space zu verlassen und ins Museum of Art zu gehen. Allerdings sahen wir uns dort einer Warteschlange gegenüber, die die im Museum of Space bestimmt noch um ein Hundertfaches übertraf. Also wartete wir einfach auf ein paar Mitschüler, die schon drin gewesen waren. Sie berichtetet uns von einer großen Anzahl chinesischer Bilder, Porzellankunst, Glaskunst und Bronzefiguren. Übrigens fand im Museum of Art gerade eine Ausstellung zum Thema Impressionismus statt, für die man extra bezahlen musste – also von wegen alles gratis! Des Weiteren warnten uns unsere Mitschüler auch vor chinesischen Schülern, die mit Umfragen die Gegend unsicher machten. Ein Schüler war sogar einem Wahrsager in die Hände gefallen!

  

Nach dem Museumsbesuch folgten wir Herrn Lips, der uns verschiedene Märkte zeigte, zum Beispiel den Flower Market, den Jademarkt und vor allem den Bird Market, auf dem unzählige Vögel, vom Spatz bis zum Papagei, verkauft werden. Später konnten wir in den Parks richtige „Vogeltreffen“ beobachten – Chinesen, die mit ihrem Vogelkäfig an bestimmte Bäume im Park wandern, dort zusammen mit vielen anderen den Käfig aufhängen und dann das „Konzert“ genießen.

 

Am Abend schließlich genossen wir noch den Blick auf die allabendliche Lasershow an der Skyline Hongkongs, die diese in bunte Lichter taucht. Diese ist, wie auch die Fahrt in der erst kürzlich restaurierten chinesischen Dschunke, ein touristisches "must" für jeden Hongkong-Besucher.

 

 

 

Donnerstag 24.03.2005 – Ganztagestour „New Territories“

Melissa Erdei

 

Nach all den Strapazen und Entbehrungen der vergangenen 2 Tage, den ungezählten Kilometern, die wir auf die älteste Fortbewegungsart der Menschheit zurückgelegt hatten, versprach Donnerstag, der 24.3.05 ein wahrhaft erholsamer Tag zu werden. Auf dem Plan stand nämlich eine Bustour durch „das Land dazwischen“, also Kowloon und die New Territories, die, ähnlich Hongkong, nicht direkt zu China zugehörig sind.

 

Als wir unsere erste Station, das Yuen Yuen Institut, erreicht hatten, erwartete uns ein großartiger Tempelkomplex, der aus Gebetshäusern der drei wichtigsten Religionen Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus mit der jeweils entsprechenden Architektur und Innengestaltung besteht. Zu unserem Glück konnten wir Mönche gerade während unserer Aufenthaltszeit bei ihrem geheimnisvollen Gebetsritual beobachten.

 

Als nächstes fuhren wir zum Tai Mo Shan Aussichtspunkt, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht über den Hafen Hongkongs und, weiter im Süden, das Industrie- und Wohngebiet hat. Der Aussichtspunkt ist aber auch ein beliebtes Ziel für Sportfreunde, denn Wanderwege und Fitnesstipps gibt es vor Ort.

 

Unser dritter Stopp erfolgte im Dorf Fanling. Dieses uralte Dorf hatte sogar noch Schießscharten für Kanonen in der das Dorf umgebenden Mauer. Die Beengtheit, in welcher die Menschen dort leben, widersprach unserem europäischen Sinn für viel Wohnfläche. Die kleinen, düsteren Gassen waren so schmal, dass kaum zwei Personen nebeneinander laufen konnten; Nachbarn konnten sich jeweils durch die Fenster die Hände reichen und ein offener Kanal durchzog den Asphalt. Trotz allem waren die Ahnenhallen genauso prunkvoll und aufwendig geschmückt, wie wir es von den Tempeln her kannten.

 

Wieder unterwegs, hielten wir am Luk Keng Road Aussichtspunkt, von dem aus man eine schöne Sicht auf eine Insel voller Vögel, die in A Chau als Heiligtum verehrt werden, genießen konnte. Des Weiteren sahen wir die nächste Stadt, Sha Tau Kok, die schon zu China gehört und konnten den Verlauf der Grenze zu China in den Bergen erkennen. Bei der interessanten Besichtigung A Chau’s fiel uns das traditionelle Leben der Ha-Ka’s auf, deren Frauen Schleierhüte tragen und glauben, man verlöre die Seele, wenn man fotografiert wird.

 

Die vorletzte Station der Rundreise war ein Wasserfall namens Bride’s Pool Falls, der ganzjährig eine Attraktion ist. Leider hatte es vor unserer Ankunft in Honkong monatelang kaum geregnet, weswegen sich die (eigentlich) gewaltigen Wassermassen eher in Grenzen hielten.

 

Zu guter Letzt liefen wir durch das stille Fischerdörfchen Sam Mun Tsai , in dem die Bevölkerung immer noch auf traditionelle Art und Weise Fische in Unterwasser-Körben züchtet. Der Lebensstandard war ziemlich ursprünglich, weil vieles, das man zum Leben braucht, handwerklich hergestellt wird.

 

Als Belohnung für die inzwischen doch recht ermüdende Rundfahrt durch die New Territories wurden wir im Restaurant Yucca de Lac Garden von einem vielfältigen und exotischen Mittagessen erwartet, welches sowohl Vegetarier, als auch „Fleischesser“ vollends zufrieden stellte.

 

 

 

Freitag, 25.03.2005 – LamMa Island

Timo Schmitt, Ulla Connor, Laura Fugger

 

Nach dem obligatorischen Frühstück bei Starbucks ging es heute zur Discovery Bay. Von dort aus fuhren wir mit der Fähre nach LamMa. Dies ist eine kleine Insel, die von den Chinesen gern als Erholungsort genutzt wird. Kurz bevor unsere bleiche Gesichtsfarbe Grüntöne annahm, erreichten wir die Insel.

Wir machten uns auf den Weg und konnten schnell die Haupteinnahmequelle der Insel entdecken. Es reiht sich hier ein Fischrestaurant an das nächste. Vor den Läden stehen Plastikkisten, in denen sich Langusten, Fische, Sepien und Muscheln türmen, und im Hafen liegen viele kleine Fischerboote.

 

Auf einem kleinen Pfad wanderten wir zunächst durch viel Grün zu einem kleinen Badestrand. Hier machten wir eine ausgiebige Rast, die viele zum Baden oder Muschel sammeln nutzten. Auf dem weiteren Weg über die Insel kamen wir immer wieder an schöne Aussichtsplattformen, von denen man den Blick über die wildromantische Insel genießen konnte. Weiter geht es durch eine baumlose Dünenlandschaft, große Felsen zieren die Gegend. Doch nach ein paar Minuten erreichen wir wieder eine kleine Siedlung, bestehend aus Wellblechhütten. An der Ecke werden Fischbällchen am Spieß verkauft. Wir kommen an gesprengten Höhlen in den Uferfelsen vorbei, die die Japaner im Zweiten Weltkrieg schufen, um Kamikaze-Kämpfer mit Sprengstoff zu verstecken und so bei der Invasion den Kriegsgegner anzugreifen. Doch der vermeintliche Angriff blieb aus, und nur die Höhlen zeugen noch von dieser Zeit. Nach der 3 km langen Wanderung erreichen wir den zweiten Anlegesteg der Insel und haben noch eine Stunde, um uns auszuruhen, in den Restaurant zu essen oder Souvenirs zu kaufen.

 

Nach einer unruhigen, aber entspannenden Überfahrt mit einer kleinen Fähre von Lam Ma stiegen wir in Aberdeen, der „schwimmenden Stadt“ Hongkongs, aus. In den nächsten 20 Minuten konnten wir das Leben an und mit dem Meer an der südchinesischen Küste erkunden. Neben den im Hafen schwimmenden Hausbooten konnte man auch Tempel, Geschäfte und Restaurants sehen, die auf den Wellen schaukelten. Besonders interessant unter den Ständen am Ufer war für viele der Stand zweier älterer Frauen, die, wie es sich bei genauerem Hinsehen entpuppte, getrocknete und gesalzene rohe Eigelbe verkauften, die wir scherzhaft als „Getrocknete Salmonellenpakete“ bezeichneten. Nach einem gemeinsamen Gruppenphoto im angrenzenden chinesischen Park machten wir uns auf den Weg zu einer Bushaltestelle, um nach Stanley zu fahren. Auf diesem kurzen Fußmarsch fiel uns vor allem das „Vogeltreffen“ einiger Chinesen im Park auf. Vom Bus aus bemerkten nur wenige die protzigen Villen mit Weltklasse-Fuhrparks des reichen Stadtviertels, denn viele von uns hatten sich schon die chinesische Eigenart angewöhnt, während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein kurzes Nickerchen einzulegen. Also erklärte Herr Lips nach dem (fast verpassten!) Ausstieg kompetent wie immer, dass wir uns in Stanley in einer ziemlich vornehmen Wohngegend befänden. Hier gibt es sogar Paläste aus der Kolonialzeit, die renoviert werden. An der Strandpromenade entlang gingen wir schließlich zum Stanley Market, auf dem wir anderthalb den Geldbeutel belastende Stunden verbrachten, bevor wir zurück zum Shun Tak Center und dann weiter zur Jugendherberge fuhren.

 

 

Samstag, 26.03.2005

Saskia Wildenhain

 

An diesem Tag trafen sich viele unserer Dalbergianer mit „ihren“ Chinesen, um den Tag mit ihnen zu verbringen. Stellvertretend hierfür hat Saskia Wildenhain ihren Tag zusammengefasst:

 

Ich hatte bereits am Freitag bei meiner Austauschschülerin, Airi Suzuki, übernachtet. Mit dem Golfcart, was die meisten Menschen dort auf LanTau besitzen um die Luft nicht mit Abgasen zu

verpesten, wurden wir zur Fähre gefahren und trafen uns danach im ShunTak Centre mit unserer Gruppe.

Dort teilten wir uns wiederum auf, und Airi und ich machten wir uns auf den Weg nach MongKok, wo wir uns mit zwei Internetfreunden treffen wollten.

Zu viert verbrachten wir den Nachmittag nun mit Einkaufen, Reden und in Purikura-Automaten. Das sind japanische Fotomaschinen, um einges grösser als die, die wir hier in Deutschland gewohnt sind.

Nachdem man Fotos gemacht hat kann man sie außen an einem Monitor bearbeiten, bemalen sowie Größe und Anzahl der Bilder auswählen.

Abends trennten sich unsere Wege und während Airi mit der Fähre wieder nach LanTau zurückfuhr, tuckerte ich mit dem übriggebliebenen Rest von unserer Gruppe (einige übernachteten

an diesem Abend bei Schülern der GSIS) hinauf zu unserer Jugendherberge.

 

 

Der Rest unserer Gruppe verbrachte den Tag mit einer Wanderung auf LanTau, einer weiteren Insel. Hier gibt es eine große Klosteranlage zu besichtigen mit einer gewaltigen Buddhastatue, die hoch oben auf dem Berg thront. Die vielen Stufen zu erklimmen lohnt sich, denn man hat einen tollen Rundblick über die Insel.

 

 

Sonntag 27.03.2005 – Tagestour nach Macau

David Krebs

Nach einer circa einstündigen Schiffsfahrt von Hongkong aus kommen wir in Macau an. Zunächst ein kurzer Geschichtsüberblick:
Im ausgehenden 15. Jahrhundert dominierten die Portugiesen die Weltmeere. 1513 wird China als Handelsmarkt von einer portugiesischen Expedition entdeckt, jedoch lehnt das Reich der Mitte jegliche Zusammenarbeit ab. Im
Gegensatz dazu floriert der Handel mit Japan. Sowohl portugiesische als auch chinesische mit Waren aus Japan beladene Galeeren werden von Piraten überfallen. Die kanonenbestückten Schiffe der Portugiesen erweisen sich als eine große Hilfe für China. Zum Dank schenkt der chinesische Kaiserhof Portugal die Fischersiedlung AMaGao, die nach der
Meeresgöttin AMa benannt wurde. Bis ins 17. Jahrhundert hat Portugal die Vorherrschaft in Asien. Nachdem der chinesische Kaiser KangXi 1685 die Handelsbestimmungen etwas lockert, sichert sich England den Platz als
führende Handelsnation. Aufgrund der Verhandlungen über die Rückgabe Hongkongs an China vereinbart Portugal mit China 1987 die Rückgabe Macaus zum 20.12.1999. Ebenso wie Hongkong wird auch Macau für 50 Jahre
Sonderverwaltungsgebiet.

Vom Ferry Terminal aus fahren wir mit dem Bus in den Stadtkern zum
Leal Senado, dem Gebäude des Loyalen Senats. Hier wurde zur Zeit der spanischen Besetzung Portugals 1580 bis 1640 Spanien nicht als Hoheit anerkannt und weiterhin die portugiesiche Flagge gehisst. Es gilt als einer der schönsten Kolonialbauten des Fernen Ostens.
Von dort aus laufen wir über den Largo do Senado, den Platz des Senats, durch die Fußgängerzone zu einer Benedektinerkirche. Aufgrund unsittlichen Verhaltens der Mönche wurde die Kirche geschlossen und wird erst
seit kurzem wieder als Kirche verwendet. Bei Renovierungsarbeiten wurde ein beträchtlicher Silberschatz gefunden, der jetzt im Obergeschoss der Kirche ausgestellt wird.
Wir folgen der Fußgängerzone und gelangen zu den Ruinas do Sao Paolo, den Ruinen der Muttergotteskirche, die oft als
St.-Pauls-Kirche bezeichnet wird. Ihre Fassade wurde von dem italienischen Jesuiten Carlo Spinola 1620-27 fertiggestellt. 1835 wurde sie nach der Vertreibung der Jesuiten für militärische Zwecke genutzt. Im gleichen Jahr
brach in der Kirche ein Brand aus und sie wurde bis auf die heute noch vorhandene Fassade zerstört. Auf dem Platz vor der Ruine konnten wir uns einen Eindruck über die chinesische Oper verschaffen, da während unseres Besuchs gerade ein Stück aufgeführt wurde.
Wir besichtigen als nächstes die Fortolezza de Sao Paolo do Monte, die Bergfestung, von der aus man eine hervorragende Sicht über die Stadt hat. Sie wurde in den Jahren 1617-1626 erbaut und seit 1998
beherbergt sie das Nationalmuseum Museu de Macau.
Nach einem kurzem Weg kommen wir zu dem Jardim do Camoes, der nach dem portugiesischen Lyriker Luis de Camoes benannt ist. In diesem Park wird oft TaiChi praktiziert und man kann sich dort gut vom Stress der Stadt
erholen.
Nach einer kurzen Mittagspause geht die Stadtführung weiter und wir besuchen die Ernida Penha. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1622 und bietet eine gute Aussicht auf GongBei. Unser nächstes Ziel ist der taoistische Templo de AMa, der der Meeresgöttin AMa gewidmet ist. Die Göttin ist sowohl Schutzpatronin der Fischer und Seefahrer als auch Namensgeberin der Stadt.
Als letzten Punkt unseres Tagesausflugs besuchen einen Straßenmarkt, der am Largo do Senado endet. Dort treffen wir uns wieder und fahren mit dem Bus zurück zum Ferry Terminal, von wo aus wir nach Hongkong zurückfahren.

  

 

Montag 28.03.2005 – Letzter Tag

Saskia Wildenhain

 

Morgens wurden erstmal alle Koffer an der Rezeption abgestellt und wir mussten die Schlüssel für unsere Zimmer abgeben.

Dann fuhren wir, wie jeden Morgen, mit dem Shuttle Bus zu dem uns altbekannten Shun Tak Centre und versammelten uns an dem uns ebenfalls bekannten Platz vor dem McDonalds auf der unteren Etage des Centres. Dort wurde erst einmal eine Lagebesprechung gehalten: Welche Möglichkeiten bezüglich Tagesplan bestehen? Wer will wohin? Wer leitet welche Gruppe?

Nach ein paar Minuten hatten wir nun zwei Gruppen: Eine machte sich auf den Weg nach LamMa und die andere wollte eine Shopping-Tour durch HongKong machen.

Ich reihte mich in die Gruppe der Shoppingsüchtigen, und nun bekamen wir unsere halbe Stunde, in der wir wie jeden Tag uns ein Plätzchen zum Essen suchten, bei welchem es sich meistens um McDonalds handelte.

Anschliessend trafen wir uns wieder mit Frau Pfeifer, liefen ein Stückchen durch das Centre und besprachen dann an einer Starbucks-Couch-ecke unsere Route, die uns durch verschiedene Märkte, aber auch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei führen sollte.

Danach ging es über verschiedene Treppen, höhergelegene Gehsteige und durch verschiedene Shopping-Malls zur nächsten MTR-Station.

Nach einer kurzen Fahrt und wieder zurück auf den Strassen quetschten wir uns durch kleine Gässchen bis wir schliesslich bei der Hollywood Road angelangten. Händler standen dort mit ihren meist kleinen Ständen, manche auch mit eigenem Geschäft dazu, und boten Antiquitäten wie alte Vasen, Möbel, Schmuck, Poster, etc. an.

Nachdem wir nun durch die kleine Strasse gebummelt waren, sammelten wir uns wieder und gingen über die Ladder Street, welche eigentlich nur eine sehr große Treppe ist und von der wir bereits gekommen waren, weiter hoch und gelangten so zum ManMo Temple, der den Göttern Man (Gottheit der Literatur) und Mo (Gott des Krieges) "gewidmet" ist. Im Tempel kann man selber kaum etwas sehen, weil es dort ziemlich verqualmt ist. Die gesamte Decke ist mit spiralförmigen Räucherstäbchen behangen und draussen werden in einem riesigen Ofen Briefe und Gebete für die Ahnen verbrannt.

Als wir uns gegenüber des Tempels halbwegs im Schatten wieder zusammengefunden hatten, machten wir uns auf den Weg zur Temple Street, wieder durch viele kleine Gässchen, aber auch belebte Strassen.

Auf der Temple Street selber war noch nichts los, da es sich bei diesem Markt um einen Nachtmarkt handelt. Nichtsdestotrotz schlenderten wir die Strasse entlang und spähten ab und zu in einige der am Rande gelegenen Geschäfte.

Am Jademarkt angekommen, deckten wir uns mit Anhängern und Perlenketten ein, die hier in unglaublicher Auswahl zu haben waren.

Nun ging es auch auf zu dem eigentlichen Hauptziel, dem Ladies Market. Da es nun schon abends war war dieser bereits geöffnet und es herrschte reges Treiben. Wir teilten uns auf, stürzten uns ins Getümmel und trafen uns nach ca. 1-2 Stunden an dem verabredeten Treffpunkt, der MongKok MTR-Station, wieder. Von dort mit der Metro zurück zum ShunTak Centre und auf zur Jugendherberge, denn unser Flug ging bereits um 11. In der Jugendherberge wurden noch schnell Einkäufe verstaut und letzte Früchte gegessen, bis dann gegen 19.30 der Shuttle Bus kam der uns zum Flughafen brachte.

Nachdem wir nun eingecheckt hatten verbrachten wir noch eine ganze Weile auf dem Flughafengelände bis das Flugzeug endlich startklar war. Ich machte mich in dieser Zeit auf die Suche nach einem Briefkasten um noch schnell einige Postkarten loszuwerden. Diese Suche erwies sich als aussichtslos da ich mit den Wegbeschreibungen der Verkäuferinnen nichts anfangen konnte und immer zwischen zwei Punkten hin- und her lief bis ich schliesslich den Briefkasten in einem kleinen Seitengässchen entdeckt hatte und einigen anderen Suchenden unserer Gruppe Auskunft geben konnte.

Im Flugzeug selber war es dummerweise schwül und heiss, was dann allerdings geändert wurde als wir die gewünschte Flughöhe erreicht hatten. Das Essen auf dem Rückflug bestand aus Spezialitäten des Hong Kong Jockey Club. Die Zugfahrt nach Hause erfüllte uns mit Wehmut – schön war´s!





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