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Im Rathaus haben Thilo Becker und Alexander Kirbach als Vertreter der Klasse 11e (2006/07) dem Oberbürgermeister Klaus Herzog die Ergebnisse der Projektarbeit „Historische Parkanlagen in Aschaffenburg“ vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit konnte auch der Leiterin des Garten- und Friedhofsamtes der Stadt, Frau Birgit Schmidt, und ihren Mitarbeiter gedankt werden für die Informationen bei Vorträgen und Führungen.Die Schüler erläuterten zunächst, wie sie sich ein Jahr lang mit den Aschaffenburger Grünanlagen auseinandergesetzt haben. In offenem Konzept haben sie sich in die historischen Gartenstile eingearbeitet. Sie haben dabei gelernt, den kulturhistorischen Wert dieser Anlagen einzuschätzen. Interessant waren dann für sie Einzelfragen, die sich mit dem heutigen Wert der Grünflächen stellen, - als Erholungsräume, als Kulissen und Erlebnisräume für Veranstaltungen und Events, aber auch als wichtige ökologische Zellen für die Luftreinhaltung. Als wichtigstes Ergebnis stellten sie heraus, dass für sie die heimatlichen Grünanlagen erlebbar geworden sind. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn sie auf dem Schulweg durch das Schöntal gehen und diesen Raum im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten jetzt bewusst und immer wieder anders wahrnehmen.
Der Oberbürgermeister bezeichnete es als sein besonderes Anliegen, dass Aschaffenburg sowohl von den Bürgern wie auch den Besuchern als Kulturstadt wahrgenommen werde. Er verwies auf die Museen, die vielseitige Musik- und Theaterszene und auf die in den letzten Jahren weithin beachteten Ausstellungen mit den Themen Grünewald, Cranach und Auswanderung. Ein nicht unwesentlicher Teil der Aschaffenburger Kulturgeschichte manifestiere sich in den historischen Vermächtnissen aus Mainzer und Wittelsbacher Zeit. Er zeigte sich beeindruckt über die Intensität, mit der die Schüler sich mit ihrem heimatlichen Raum auseinandergesetzt haben, und er äußerte sich erfreut, dass für sie unsere Stadt ein Stück Identität gewonnen hat.
Weiter meinte er, dass die Ergebnisse eine breitere Plattform verdienen, und lud die Schüler spontan ein, ihr Projekt in einer Plenarsitzung des Stadtrats am 19. Februar 2008 vorzustellen. Die beiden Vertreter der Klasse waren zunächst überrascht, - und sagten dann genauso spontan zu: für Schüler sicher eine besondere Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Mühe zu präsentieren und dabei ein Stück Kommunalpolitik aktiv zu erleben.