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Knapp 40 Schülerinnen und Schüler des Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasiums und eine Schülerin der Realschule waren in den Großen Ferien 2005 zu einem zweiwöchigen Englisch-Sprachkurs in Worthing, Südengland.
Gleich am ersten Ferientag, am Samstag, dem 30. Juli 2005, reisten die Schüler zusammen mit ihrem begleitenden Lehrerehepaar per Bus der KVG/Schöllkrippen über Calais in Frankreich mit der Fähre nach Dover mit seinen Kreidefelsen und von dort weiter über das Seebad Brighton zum Zielpunkt Worthing in der Grafschaft West Sussex.
Am ersten Unterrichtstag wurde von der Swandean School of English ein allgemeiner Englischtest durchgeführt, damit man die einzelnen Schüler ihrem Leistungsstand entsprechend verschiedenen Sprachgruppen zuordnen konnte. Es waren nämlich Dalberg-Students der Klassen 7, 8 und 9 mit von der Partie, die ja unterschiedliche Englischkenntnisse aufzuweisen hatten. 
Jeden Vormittag wurde dann zwei Wochen lang eifrig gelernt, studiert, gesprochen und diskutiert, selbstverständlich ausschließlich in englischer Sprache, denn neben uns Deutschen aus Aschaffenburg waren auch noch andere Nationen anwesend, die das gleiche Programm hatten. Es waren dies u.a. Tschechen, Spanier, Franzosen, Russen, Letten, Österreicher, Italiener, Tunesier und sogar aus dem fernen Osten Chinesen, Koreaner und Japaner.
Standen am Vormittag ausschließlich die Spracheinheiten in Klassenstärken bis zu 14 Schülern auf dem Programm, so wurden am Nachmittag andere Aktivitäten angeboten und von englischen Studenten geleitet. Hier ein Auszug der Angebote: Spiele aller Art wie Fußball, Volleyball, Basketball, Tennis, Tischtennis, Bowling, Frisbee, ferner konnte getanzt werden, man durfte sich auch künstlerisch betätigen oder an anderen kleinen Spielen beteiligen. Da gab es dann wieder ganz andere Zusammensetzungen wie am Vormittag, im wahrsten Sinn des Wortes multi-kulti.
Zweimal wurde abends sogar in einer Disco getanzt, eigens für die Swandean-Schülerschar. Auch hier gab es wieder andere Grüppchen als beim Lernen oder Sport.
Schließlich gab es aber auch die herbeigesehnten Halb- oder Ganztagesausflüge in die nähere und weitere Umgebung. So erkundeten wir mit unserem Bus London. Vieles wurde in der Metropole zu Fuß erlaufen oder vom Boot auf der Themse aus angesehen. Denn wir hatten von den Eltern zwar per SMS grünes Licht für die Fahrt bekommen, aber meist mit der Auflage, keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Obligatorischer erster Stopp war selbstverständlich das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud, immer noch ein gewaltiger Publikumsmagnet und unsere Schüler machten da keine Ausnahme. Zu Fuß ging es weiter vom Buckingham Palace durch den St. James Park zu den Houses of Parliament. Dort schlug gerade der berühmte Big Ben die volle Stunde an. Am Westminsterkai bestiegen wir das Themseboot. All die bekannten Sehenswürdigkeiten glitten nun an uns vorüber: Das höchste Riesenrad der Welt, das BA London Eye, altehrwürdige Ministerien, moderne Theater und Kunstgalerien, Francis Drakes Segelschiff The Hind, der Nachbau von Shakespeares Globe Theatre. Von ferne grüßte die Kuppel der St. Pauls Cathedral. Schließlich legten wir am Tower of London an. Nicht ohne vorher die Towerbridge in ihrer ganzen Pracht bewundert zu haben. Auf der Rückfahrt konnte man das bei der Hinfahrt Versäumte anschauen. Zurück am Westminsterkai ging es per pedes weiter zur Downing Street Number Ten, dem Regierungssitz der britischen Ministerpräsidenten, dem schloss sich eine Stippvisite am Trafalger Square an sowie eine Wanderung auf der ,Mall entlang, bis hin zum Buckingham Palast, Sitz der Königin. Noch viel mehr haben wir gesehen und noch viel mehr hätten wir sehen können. Unübersehbar war die starke Polizeipräsenz. Die am 7. und 21. Juli 2005 erfolgten Bombenattentate haben ihre Nachwirkungen hinterlassen.
Weitere Exkursionen machten wir nach Oxford, wo wir in dem großen Speisesaal des Christ Church College nach Harry Potter suchten. Wahrscheinlich hatte Harry aber auch Ferien und war deshalb nicht auffindbar. Viel Spaß und anfänglich auch Angst hatten die Schüler allesamt auf dem Themse-Fluss beim Punten, dem berühmten Stocherkahnfahren. Aber keiner ist ins Wasser gefallen. Gottseidank!
Halbtages-Exkursionen machten wir zum östlich von Worthing gelegenen Seebad nach Brighton, mit seinen zwei weltberühmten Piers. Der westliche ist leider vor ein paar Jahren abgebrannt, soll aber wieder aufgebaut werden. Obligatorisch war der Besuch des Royal Pavillions. Der pseudo-orientalische Palast ist ein Konglomerat aus verschieden Baustilen. Bauen ließ dieses kuriose Ensemble der damalige Prinz of Wales, der spätere George IV, im Jahre 1815. In England wirklich etwas Einmaliges. Danach hatten die Schüler Freizeit zum Shopping in den engen und antiken Gässchen, den sog. Lanes oder im sehr modernen Churchill-Centre.
Zwei weitere Halbtagesausflüge machten wir zum Örtchen Arundel, mit seinem imposanten Schloss und der hoch über der idyllischen Stadt gelegenen Kathedrale. Der andere Besuch galt der Hafenstadt Portsmouth, Heimatort der britischen Navy. Dort bestaunten wir im historischen Dockyard das berühmte Segel-Kriegsschiff HMS Victory, auf dem Admiral Lord Nelson die zahlenmäßig weit überlegene Armada der Franzosen und Spanier im Jahre 1805 besiegte. Allerdings hat Nelson diesen historischen Sieg mit seinem Leben bezahlen müssen. Er wurde von einem französischem Scharfschützen getroffen und verstarb drei Stunden danach unter den Händen seines Schiffsarztes.
Nicht zuletzt wegen des herrlichen und sehr heißen Sommerwetters wurden an Tagen, an denen wir keine Ausflüge machten, nach Unterrichtsschluss bzw. den div. Aktivitäten spontane Strand- bzw. Beachbesuche initiiert. Viele Schülerinnen und Schüler folgten, um sich am Strand zu entspannen. Oft hat man sich sogar noch abends unweit des Worthing-Pier getroffen.
Wenn auch organisatorisch, gerade bei den Nachmittagsaktivitäten und den Exkursionen, nicht alles so reibungslos funktionierte, wie man uns das angekündigt und versprochen hatte, so haben wir doch versucht, immer das Beste daraus zu machen. Mit vielen neuen, unvergesslichen Eindrücken kehrten schließlich alle wieder gesund, wenn auch etwas übermüdet, nach Good Old Germany zurück, zusätzlich ausgestattet mit den besten Noten des ;Certificates der Swandean School Of English.
Am Abreisetag gabs in Worthing sogar Stimmen wie Wir wollen noch ein paar Tage hier bleiben. Spricht das nicht für sich?
Until next year!
D. Widmann