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Tagelang konnten Schüler und Lehrer live die Vorbereitungen des Musicals "König der Löwen" in der Aula mitverfolgen. Dabei fiel auf, dass längst nicht nur das P-Seminar mit dem P-Seminarleiter Florian Richter mit viel Engagement dabei war. Orchester, Schauspieler und das Team von Dalberg-Technik konnten als "externe Partner" gewonnen werden. Das beeindruckende Ergebnis stellten die Mitwirkenden am letzten Donnerstag in zwei sehr gut besuchten Vorstellungen unter Beweis.
Auch das "Main-Echo" berichtete in der Ausgabe vom 1. Februar über die Aufführungen. Dem Lob können wir uns natürlich uneingeschränkt anschließen. Dass man unter professionellen Bedingungen, wie sie z.B. in der Stadthalle herrschen, auch eine besser ausgeleuchtete Bühne hat, versteht sich von selbst. In diesem Zusammenhang gebührt vor allem auch dem Technikteam ein großes Lob: Auch das sind keine ausgebildeten Tontechniker, sondern Schüler aus der Mittelstufe, die während der gesamten Aufführung am Mischpult den Überblick über Mikrofone und Headsets behielten.
Dr. Anja Meußer
Hier der Artikel von Patrizia Ehser aus dem "Main-Echo":
Der König der Löwen brüllt für G 8
Schultheater: Praxis-Seminar des Aschaffenburger Dalberg-Gymnasiums zeigt ein rundum überzeugendes Musical
Aschaffenburg Mit ihrer Version des Musicals „König der Löwen“ haben am Donnerstag rund 70 Schüler des Aschaffenburger Dalberg-Gymnasiums die Zuschauer in der voll besetzten Schulaula begeistert. Die Aufführung war ein Produkt der mit dem achtstufigen Gymnasium eingeführten Praxis-Seminare.
Vor eineinhalb Jahren haben sich Theresa Both, Melanie Buhler-Schmidt, Nina Ferreira da Costa, Mira Hein, Karina Hermann, Nathalie Jäger, Lisa Meidhof, Isabella Modler, Josephine Nassiopulos, Rosanna Ristner, Jana Reis, Luisa Schnicker, Felicia Schülein, Manuel Thomas, Jennica Träger und Caroline Welslau zum ersten sogenannten Praxis-Seminar »Musik« zusammengefunden. Mit den „P-Seminaren“ genannten Kursen sollen die Absolventen lernen, zielgerichtet sämtliche Facetten einer Aufgabe zu bearbeiten.
Kompetenz bewiesen
So wurde für den „König der Löwen“ das Script geschrieben, die Noten fürs Orchester mussten aus den Liedern „herausgehört“ werden, Spenden wurden gesammelt, die Choreographie für die Tanzgruppe musste erstellt und einstudiert werden, Bühnenbild und Kostüme wurden entwickelt und geschaffen, Rollen vergeben, Texte und Lieder einstudiert und schließlich wurde natürlich eifrig geprobt. Mit der Aufführung haben die 16 Seminarteilnehmer eindrucksvoll ihre Kompetenz in Sachen Musical bewiesen.
Gänsehaut
Die gesanglichen Leistungen der Schüler boten vom ersten bis zum letzten Moment Gänsehautfeeling. Die Schauspieler spielten nicht bloß, sie lebten ihre Rollen. Als Beispiel sei hier der böse Onkel Scar genannt, den Max Bender verkörperte. Der Zehntklässer war als Verstärkung der Seminargruppe engagiert worden. Die Hyänen sind erst in ein paar Jahren soweit: Noelle Fleckenstein, Clara Roßmann und Mara Stürmer besuchen noch die achte Klasse. Die übrigen Rollen übernahmen Seminarteilnehmer.
Trotz aller Begeisterung: es gab auch zwei Wermutstropfen. Es zeigten sich Technik und Bühne weder ausreichend ausgestattet noch groß genug. Einige Szenen hätten bei besserer Ausleuchtung noch eindrucksvoller wirken können. Viele Mängel konnten die Akteure mit Geschick ausgleichen, aber diese Aufführung hätte eine große Bühne mit entsprechender Licht- und Tontechnik verdient.
Außerdem hinterließen die teilweise schnellen Übergänge zwischen den Szenen ein Gefühl von Hast, obwohl man doch noch lange in den wunderschönen Bildern hätte schwelgen wollen. Hintergrund: Das Musical musste gekürzt werden, komplette Szenen wegzulassen hätte jedoch für Verwirrung gesorgt.
Einfallsreichtum
Damit blieb nur der Weg über kurze Auftritte, kleine Zwischenszenen und häufige Wechsel. Es zeugt von dem Einfallsreichtum der jungen Theaterleute, dass sie es verstanden, die Requisiten auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Umbauphasen auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken. Mit dem „König der Löwen“ bewiesen die Mitglieder des P-Seminars, dass sie in der Lage sind, eine Aufgabe von allen Seiten zu betrachten und für alle Fragen pfiffige Lösungen zu finden. Sie können eben nicht nur Vokabeln und Formeln auswendig lernen.
Kein Wunder, dass das 80-minütige Musical am Ende mit tobendem Applaus belohnt wurde. Bei aller Kritik an G8: Wer in den Genuss der Aufführung kam, kennt jetzt wenigstens ein Argument dafür.
Patrizia Ehser
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[Technik AG - In eigener Sache: Diesen Satz wollen wir nicht unkommentiert lassen: "Viele Mängel konnten die Akteure mit Geschick ausgleichen, aber diese Aufführung hätte eine große Bühne mit entsprechender Licht- und Tontechnik verdient." Wer die Vorstellungen gesehen hat, wird wohl beipflichten, dass Licht- und Tontechnik zu einem genussvollen Musical-Abend beigetragen haben. Jedes Wort war bis in die letzte Reihe sehr gut verständlich und die Sänger und Musiker waren exzellent zu hören. Das Lichtarrengement hob das Wichtige heraus und erzeugte sehr schöne Stimmungen - wie die Fotoshow zeigt. Wichtig noch zu erwähnen: die Lichttechniker sind aus der Jahrgangstufe 7 und 8, die Tontechniker sind aus der Jahrgangsstufe 8 und 10. A. Keller ] |
Mit einem großartigen Konzert wurden am vergangenen Samstag in der Stadthalle drei junge Musiker gefeiert, die den Wettbewerb des Philharmonischen Vereins Aschaffenburg für sich entscheiden konnten. Das Dalberg-Gymnasium gratuliert den Preisträgern Lisa Zielonka und Richard Gläser zu diesem Erfolg!
Der Preisträger des vom Philharmonischen Verein Aschaffenburg in der Stadthalle ausgetragenen Wettbewerbs „Junge Solisten“ ließ sich nicht lange bitten und bewies mit intuitivem Spiel und sehr authentisch sein Können mit Astor Piazzolas „Libertango“ in einer Bearbeitung von Eric Sammunt noch einmal.
Bereits zuvor hatte der Schüler der zwölften Klasse des Dalberg-Gymnasiums und mehrmaliger erster Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“ die Poesie in Séjournés 2006 komponiertem Werk voll ausgekostet, den verhaltenen Anfang des „Tempo souple“ wie musikalische Erinnerungen gemalt, eine zarte Poesie entwickelt, diese dramatisch gesteigert und mit dem weichen Klopfen des Instruments der Musik, auch wenn die Töne energisch gesetzt waren, den Ausdruck von geheimnisvoller Schönheit verliehen. Den vorgegeben Rhythmus im zweiten Teil steigerte er furios, um dann zärtlich den Klängen nachzulauschen, sie tanzen zu lassen, ihnen Farbe zu geben und dann mit packender Kraft zum Anfang zurückzukehren. Sicher war es für die Jury nicht leicht gewesen, zwischen den einzelnen zu gewichten, zumal mit Janna Lena Hampel und Lisa Zielonka, beide Viola, zwei Künstlerinnen ihr Talent mit außerordentlichem Einfühlungsvermögen unter Beweis stellten.
Unspektakuläre Attitüde
Aber am Ende stand außer Frage, dass der mit völlig unspektakulärer Attitüde in einem hinreißenden Vortrag virtuos sein Instrument beherrschende Richard Gläser Träger des mit 1500 Euro dotierten ersten Preises sein musste. Ein anspruchsvolles Programm, dessen Mittelpunkt das Spiel der drei Preisträger war, stand auf dem Galakonzert »Junge Solisten«, bei dem der Philharmonische Verein jungen, einheimischen Solisten als Siegern des Wettbewerbs, der von drei Musikhochschulprofessoren bewertet wurde, die Gelegenheit gibt, mit dem Collegium Musicum unter professionellen Bedingungen zu spielen.
Die erst 13-jährige Janna Lena Hampel, zweite Preisträgerin, wartete mit dem Konzert für Viola, Streicher und Basso continuo G-Dur TWV 51:69 von Georg Philipp Telemann (1681 - 1767) auf, lotete mit sicherem Strich die barocke Systematik aus, hochfahrend im Largo und, nach dem temperamentvollem Einsatz des Orchesters unter dem ziselierenden Dirigat von Hubert Buchberger, mit feiner dunkler Dominanz im Allegro. Verhalten und zart dann der Einsatz im Andante, in dem die Viola höfisch ausdrucksvoll die Violinen anführte und schließlich im Presto temperamentvoll die Metrik auskostete.
Mit der Romanze für Viola und Orchester F-Dur op. 85 von Max Bruch (1838 - 1920) ließ die dritte Preisträgerin Lisa Zielonka ein außerordentlich feines Einfühlungsvermögen in die stimmungsvolle und aufregende Schönheit erkennen. Hoch ausdrucksvoll nahm die 1991 in Aschaffenburg geborene Schülerin des Dalberg-Gymnasiums mit der Stimme der Viola die vom Orchester ausgehende dunkle Romantik auf und weitete sie aus, als ginge sie auf geheimnisvollen Pfaden spazieren. Sehnsüchte erwachten in diesen Melodien und ein Zauber, in den die Viola magisch eintauchte, um dann mit elegischem Nachdenken zu schließen.
Es war ein euphorisierender Abend. Nicht nur, weil das Collegium Musicum eingangs mit „Le Tombeau de Couperin“ von Maurice Ravel (1875 bis 1937) die gebrochenen Töne und wehenden Erinnerungen, das kecke Zwitschern und perlende Abebben zu einem narrativen Klangbild vereinte, das sich gewaltig erhob und auf der Höhe jäh verstummte, nicht nur, weil das „Prélude a l’apres-midi d’un Faune“ von Claude Debussy mit seiner musikalischen Lyrik und seinen zarten Verlockungen immer wieder das Staunen lehrte und Manuel de Fallas (1876 bis 1946) „El Amor Brujo - Der Liebeszauber“ mit koboldhaften Sprüngen und verquerem Stampfen, mit wunderlichem Drängeln und zärtlichen Rhythmen Gefühle auf die Reise schickte.
Sondern auch, weil an diesem Samstagabend junge Menschen, Kinder, wohin man blickte - Ältere natürlich auch - in der völlig entspannten Atmosphäre der von Spiritus rector Alfred Kalb ins Leben gerufenen Veranstaltung sich hier ein freudiges Stelldichein gaben.
Anneliese Euler