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SEHEN, HÖREN UND STAUNEN - THEATERLEBEN AM DALBERG-GYMNASIUM
Seit mehreren Jahren bietet das Dalberg-Gymnasium interessierten Schülerinnen und Schülern an, sich verschiedene Theaterstücke, die vom Stadttheater Aschaffenburg präsentiert werden, im Rahmen eines Theaterabonnements anzusehen. Besonders die Deutschfachschaft freut sich über die alljährlich große Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die freiwillig nachmittags bzw. abends die Veranstaltungen besuchen, um Literatur hautnah zu erleben, Klassiker aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen, aber auch weniger bekannte Stücke kennen zu lernen. Auch in diesem Schuljahr meldeten sich etwa 100 Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe für das Abonnement an. Sechs abwechslungsreiche und unterhaltsame Stücke entführten die Jugendlichen in die Welt des Dramas. Um eine moderne Vorstellung der Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt, ging es in Jean-Paul Sartres Stück „Geschlossene Gesellschaft“, aufgeführt vom Fränkischen Theater Schloss Maßbach. Auf der Suche nach Liebe befanden sich die Protagonisten in Shakespeares turbulenter Komödie „Ende gut, alles gut“. Kritisch setzt sich das Jugendstück „Winner & Loser“ von Lutz Hübner mit der Suche nach sich selbst, in einer Gesellschaft, die gnadenlos in Gewinner und Verlierer einteilt, auseinander. Die Aufführungen „Der Geizige“ von Molière und „Burkersdorph – Ein Mörder“ von dem Hösbacher Theatermacher Heinz Kirchner ermöglichten einen Einblick in die Aschaffenburger Theaterwelt. In dem bekannten Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist, das als letztes Stück dieser Saison auf dem Programm stand, versucht Dorfrichter Adam verzweifelt, die Wahrheit zu vertuschen.
Auf den „wunderbaren Zauberkasten“ (Gustav Seibt) zu schauen, ist eine Möglichkeit, Theater zu erleben – selbst auf der Bühne zu stehen und vor einem Publikum zu spielen, die andere. Um in andere Rollen schlüpfen zu können, braucht man Phantasie, Einfühlungsvermögen und Selbstbewusstsein. Doch auch das Bewusstsein für die eigene Stimme, der gezielte Einsatz von Gestik und Mimik und natürlich eine genaue Textkenntnis sind für erfolgreiche Aufführungen von Nöten. Daran mangelt es den begeisterten und engagierten Fünft- und Sechstklässlern nicht, die in diesem Schuljahr das Wahlfach Schulspiel besuchen und wöchentlich für ihren Auftritt am Schuljahresende proben. Das Stück „Das Amulett der Mumie“, aufgeführt von den fünften Klassen, entführt die Zuschauer in die Welt der alten Ägypter. Die Sechstklässler haben Christine Nöstlingers Jugendbuchklassiker „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ ausgewählt und setzen sich dabei auf komische und ernsthafte Weise zugleich mit Erziehungsproblemen Erwachsener auseinander. Nicht zu viel verrät man, wenn man den Zuschauern bereits jetzt einen spannenden und unterhaltsamen Theaterabend verspricht.
S.G.
Im Rahmen des Wahlunterrichts „Schulspiel“ fanden 2 Premieren statt: Bereits am 8. Juli 2009 erlebten die Eltern und Mitschüler der 5. Klassen das Kriminalstück von Christof Kämmerer „Das Amulett der Mumie“. Am 23. Juli 2009 haben die Schüler der 6. Klassen „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüche“– den Klassiker von Christine Nöstlinger – aufgeführt.Zum „Amulett der Mumie“
Das Kulturhistorische Museum Aschaffenburg hat eine sensationelle Ausstellung von Ophath zu bieten, dem Bruder des Tut ench Amun. Wertvollstes Stück ist ein Amulett. Und ausgerechnet das wird gestohlen. Der Täter muss rasch gefunden werden, denn der Museumsdirektor Dr. Schaumann ist untröstlich. Lara, seine Tochter, und Kim, ihre Freundin, können helfen, denn sie werden Zeugen eines unglaublichen Vorgangs. Sie können den Fall aufklären.
Das Rätsel um die Götter des alten Ägyptens wird jedoch nicht gelöst. Aber wer kennt schon die Götter?
Zu „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“
Frau Bartolotti, eine Frau in den besten Jahren, bekommt wieder einmal Post. Doch diesmal hat sie die gelieferte Ware nicht bestellt: Es ist Konrad, ein makelloses, in der Fabrik gefertigtes Kind, das sogar nicht in ihren chaotischen Haushalt passt. Glücklicherweise steht ihr ihr Freund, der Apotheker Herr Egon, zur Seite. Trotz ihrer Unterschiede entwickelt sich ein inniges Verhältnis. Aber die Idylle wird jäh gestört, als Konrads Hersteller bemerken, dass sie den siebenjährigen Jungen an die falsche Adresse geliefert haben und auch vor kriminellen Methoden nicht zurückschrecken, um ihn seinen richtigen Eltern zuzuführen. Da kann nur noch die freche Kitti und ein ausgefeilter Plan weiterhelfen.
Doreen Volk
Vom 'Amulett der Mumie' gibt es eine Fotoshow, vom 'Kind aus der Konservenbüchse' gibt es zwei Teile einer Fotoshow, von vor und nach der Pause.